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Warum Risikoversicherung, nicht Lebensversicherung?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Risiko vom Sparen trennen?

Eine Risikoabsicherung gilt im Todesfall des Hauptverdieners für die Hinterbliebenen oder zur Absicherung von Verbindlichkeiten, beispielsweise einer Hypothek. Auch die zukünftigen Lebenshaltungskosten, wie Kinderbetreuung, müssen berücksichtigt werden. Bei Firmeninhabern, Geschäftsführern, kann diese Absicherung ebenfalls sinnvoll sein.

Die meisten Stolperfallen treten bei Antragsstellung auf

Auch bei der Versicherungsprämie gibt es größere Unterschiede. Nicht die Teuerste ist die Beste und nicht die Billigste ist immer die Sinnvollste. Vielmehr sind die unter aufgeführten Punkte bei Antragsstellung zu berücksichtigen. Da wären:

  • Bezugsberechtigung,  
  • Gesundheitsfragen,  
  • Kapitallebensversicherung als Alternative?
  • Laufzeit,  
  • Leistungsausschlüsse,  
  • Risikoabsicherung
  • Versicherungssumme,  
  • Vertragsgestaltung,

Warum brauche ich eine Risikoabsicherung?

Die Gründe können unterschiedlich sein. Absicherung der Familie, Ausbildung, Studium der Kinder, Unterhaltsleistungen, Absicherung von finanziellen Verbindlichkeiten wie Kredite, Hypotheken, Erbbauzins, Geschäftsführer die sich gegenseitig absichern, oder andere individuelle persönliche Risiken.

Was ist die Bezugsberechtigung?

Im Versicherungsantrag, Versicherungsvertrag wird geregelt wer im Todesfall die Versicherungssumme erhält. Die Bezugsberechtigung kann im laufe des Vertrags geändert werden. Ein Beispiel wäre eine Scheidung oder die Geschäftsführer trennen sich. Auch die Abtretung an eine Bank kann verändert werden wenn beispielsweise umgeschuldet wird oder die Verbindlichkeiten erloschen sind. Eine Mitteilung an die Versicherung muss schriftlich erfolgen.

Die Fallen der Gesundheitsfragen?

Hier gilt Ehrlichkeit als oberstes Gebot. Auch Jahre oder Jahrzehnte später kann der Versicherer die Leistung verweigern wenn bei Antragstellung nicht alles angegeben wurde was zur Risikobeurteilung relevant war. Im Zweifelsfall, wenn Sie unsicher sind was alles angegeben werden muss und vor dem „Vergessen“ kann eine aktuelle Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Achtung auch bei der Angabe „Nichtraucher“. Hier kann ebenfalls nach den Tod noch festgestellt werden ob Raucher oder Nichtraucher. Der Versicherer will wissen wen und welches Risiko er versichern soll.

Warum nicht eine „normale“ Lebensversicherung?

Generell sollte das Risiko von Sparen getrennt werden. Bei einer Lebensversicherung geht ein Teil der Prämie in den Sparanteil. Ungleich höher müsste hier die Todesfallleistung sein um das Risiko Tod abzudecken. Das wäre in der „normalen“ Lebensversicherung zu teuer. Ein Beispiel: Um 200.000 Euro Risiko abzudecken wären Beiträge von ca. 40 Euro pro Monat fällig. Bei einer Lebensversicherung ca. 350 Euro pro Monat. Alter und Gesundheitszustand werden individuell berechnet. Für bestimmte Erkrankungen gibt es Risikozuschläge.

Was muss bei der Laufzeit beachtet werden?

Die Laufzeit einer Risikolebensversicherung richtet sich nach den persönlichen Gegebenheiten. Familie, Kinder, deren Ausbildungszeiten, Laufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten, oder auch die Absicherung des Partners. Oftmals werden die Laufzeiten zu kurz gewählt. Bei einer Absicherung von Geschäftsführern sollte der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer mit einbezogen werden.

Leistungsausschlüsse was ist das?

Bei diversen Vorerkrankungen kann die Versicherung einen Leistungsausschluss anbieten. Vorsicht bei Ausschlüssen. Das Risiko liegt darin, dass in diesem Falle, wenn die ausgeschlossene Erkrankung zum Tode führt, die Versicherung nicht leistet. Einen Risikozuschlag zu bezahlen wäre allemal besser. Nicht jede Vorerkrankung führt gleich zum Leistungsausschluss. Das richtige Versicherungsunternehmen muss dann gesucht werden die das Risiko mit Risikobeitrag versichert.

Risikoabsicherung für alle Fälle

Die Risikolebensversicherung ist eine, wie das Wort schon sagt, Absichern von einem Risiko in dem Falle des Todes. Geld gibt es nicht zurück. Ist der Vertrag erloschen bevor der Tod eingetreten ist verbleiben die Beiträge bei der Versicherung. Ebenfalls erloschen ist der Vertrag wenn der Todesfall eingetreten ist. Verträge auf Gegenseitigkeit müssen genau in den Vertragsbedingungen erläutert werden.

Wie berechne ich die Versicherungssumme?

Die erste Frage muss lauten was soll die Versicherungssumme abdecken. Welche anderen Rücklagen würden die finanzielle Existenz des Partners, der Kinder etc. noch abdecken. Wie sind beispielsweise die Kosten zu finanzieren wenn die Mutter / Vater der Kinder verstirbt und Kinderbetreuung finanziert werden muss.

Ist nur ein bestimmte Kredit oder eine Hypothek abzudecken oder muss die Versicherungssumme auch die Lebenshaltungskosten der Hinterbliebenen zukünftig finanzieren. Ist die Ausbildung, das Studium der Kinder schon abgeschlossen oder noch in der Zukunft zu finanzieren, und so weiter. Gründe dafür könnten die geringe Witwenrente / Witwerrente und die Halbwaisenrente sein. Auf die gesetzliche Witwen-, Witwerrente wird das eigene Einkommen angerechnet.

Unterschiedliche Vertragsgestaltungen?

Welchen Zweck soll die Risikoabsicherung erfüllen. Mit einer Dynamisierung stellen Sie sicher das die Versicherungssumme jedes Jahr um X angepasst wird. Ein Grund könnte sein das jeweilige steigende Einkommen abzusichern.

Eine weitere Variante könnte die Nachtversicherungsgarantie sein. Das kann Sinn machen wenn Sie heiraten und oder Kinder dazu kommen oder andere finanzielle Verbindlichkeit mit abgesichert werden müssen. Erneute Gesundheitsprüfungen sind mit der Nachtversicherungsgarantie nicht notwendig.

Auch fallende Versicherungssummen sind möglich. Zum Beispiel analog der Tilgung bei einer Hypothek oder andern finanziellen Verbindlichkeiten welche durch die Tilgung das Risiko verkleinern.

Versicherungsbedingungen, man kann viel verkehrt machen

Wie bei allen Versicherungen sind die Versicherungsbedingungen, Tarifbedingungen das Ausschlaggebende im Leistungsfall. Was auf den ersten Blick völlig problemlos aussieht kann bei der näheren Betrachtungsweise ganz schön kompliziert werden.