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Riester für Deutsche eine fragwürdige Altersvorsorge

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Keine Begeisterung für die Riesterrente?

Laut einer Umfrage der Postbank sehen von 1771 Befragten nur 27 Prozent die Riester-Rente als geeignete Altersvorsorge. Immer wieder wird dem Leser suggeriert das die Menschen die Für und Wieder der Riester-Rente gar nicht oder zu wenig kennen. Richtig ist sicherlich das zu viel Halbinformationen oder Halbwissen vorhanden ist.

Ich bin der Überzeugung das die Menschen, nach 10 Jahre Riester, sehr wohl wissen was für SIE persönlich richtig oder falsch ist wenn es um ihre Altersvorsorge geht.

Nicht jeder muss bei Riester hier schreien

Das genau stört aber die Assekuranz gewaltig. Selber Schuld könnte man meinen. Das Riester in Verruf geraten ist hat die Assekuranz selber gut hin bekommen. Und nun wundern sich diese "Verkäufer" das nur 15 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen wurden. Was verschwiegen wird, ca. 2,5 Millionen Riester-Verträge sind schon wieder still gelegt oder gekündigt. .  

Was ist der Grund für die Riester Verweigerung?

Gründe gibt es viele. Zum Beispiel das immer mit den staatlichen Förderungen geworben wird. Aber nur wer auch wirklich die vollen 4 Prozent von seinem Brutto einzahlt erhält auch die volle staatliche Förderung. Abschlusskosten, Vertragskosten, Stückkosten, Provisionen, Garantiezins, erwirtschaftete Gewinne der Versicherungen, Vererbbarkeit, Hinterbliebenenversorgung, Laufzeit, Förderanträge, Berücksichtigung bei der Steuer, Veränderungen bei der persönlichen Lebenssituation, was passiert bei Scheidung mit dem eingezahlten Geld, und so weiter. Dazu kommt natürlich noch die Finanzkrise, Euro-Krise und für so manchen auch die Frage "habe ich morgen noch einen Arbeitsplatz".  

Alle Fragen beantwortet, alle Fragen offen?

Kann der Riester-Verkäufer alle Diese Ihre Fragen beantworten? Haben Sie das Beratungsprotokoll bekommen? Ist Ihnen das "Kleingedruckte erklärt worden? Wissen Sie das alle "Zusatzversicherungen", Provisionen, Vertragskosten und Stückkosten im Riester-Vertrag nicht verzinst werden? Was ist der Nettobetrag der auch verzinst wird? Wie hoch ist die Provision des Verkäufers?

Hat Ihr Verkäufer Alternativen zu Riester aufgezeigt? Hat er zu Kündigungen von Kapitalverträgen geraten um sein Riester-Produkt zu verkaufen und für Sie finanzierbar zu machen? Wurde Ihnen gesagt das Riester auch als betriebliche Altersvorsorge (bAV) genommen werden kann? Wurde Ihnen gesagt das die Riester-Rente mit der Renten-Grundversorgung, Grundsicherung verrechnet wird? Welche Argumente wurden Ihnen offeriert warum Sie einen Riester-Vertrag abschließen sollen? Warum wollen Sie eine Riester-Rente abschließen, was sind Ihre Gründe? 

Und: ab 2012 müssen in jeden Riestervertrag 60 Euro Pflichtbeitrag pro Jahr und Vertrag eingezahlt werden. Das trifft u.a. Riester-Verträge von Ehepartner die Dieses bis jetzt nicht einzahlen mussen um die Förderprämie zu bekommen. Die Auszahlung der Riester-Rente beginnt ab 2012 mit frühestens 62 Jahre.

Wohn- Riester?

Wollen Sie kaufen, renovieren oder Bauen? Wann wollen Sie das umsetzen? Was passiert wenn nicht gebaut oder gekauft wird mit dem Riestervertrag? Kam der Bausparvertrag, zur Zwischenfinanzierung, gleich mit auf den Tisch? Auch hier wieder das gleiche Prozedere wenn es um die oben genannten Einzelheiten des Beratungs- oder Verkaufsgesprächs geht.

Die einzigste Frage die Sie immer für sich beantworten müssen ist DIE: will ich das, brauche ich das, wenn ja,- gibt es bessere, preiswertere Alternativen um das gleiche Ziel zu erreichen. Und was passiert wenn ich nicht mehr zahlen kann oder will.  

Kunden sind aufgeklärter als lieb ist

Viele Kunden beschäftigen sich mit Ihrer Altersvorsorge eingehender als so manchem Verkäufer wohl lieb ist. Und weil das so ist, sind so manche Kunden schlauer als der Produktverkäufer, Struki  oder Bankberater.

Zudem kennen viele Kunden nicht nur ihre Pflichten sondern auch Ihre Rechte. So ist zu sehen das immer mehr Kunden Klagen bei Gericht wegen Falschberatung einreichen oder sich beim Rechtsanwalt über Schadenersatzansprüche schlau machen.  

Riester ist weder gut noch schlecht

Das Produkt muss zum Kunden passen und nicht "der Kunde wird für das Produkt passend gemacht".

Passen Sie auf was Sie unterschreiben und fragen Sie sich vorher warum Sie unterschreiben wollen und ob Sie das wirklich brauchen und über Jahre bezahlen können.