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Patientenrechte und Akteneinsicht

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Mündige Patienten und Aufklärung

Ärztefehler und dann

Es ist eine alarmierende Zahl wenn der Verband der Ersatzkassen davon ausgeht das ca. 17.000 Patienten pro Jahr, durch Fehler welche hätten vermieden werden können, bei Stationärer Behandlung zu Tode kommen.

Das neue Gesetz, von Frau Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP, zuständig für Justiz und Gesundheitsminister Daniel Bahr ebenfalls FDP, wollen das neue Patientenrechte-Gesetz auf den Weg bringen. 

Allgemein von GKV und PKV begrüßt

 

Im wesentlichen sieht das Gesetz vor, dass der Patient umfassend und persönlich aufgeklärt werden muss. Die bisherige Regelung dieses in Schriftform zu tun ist nicht mehr ausreichend. Vielmehr muss der Patient in einem persönlichem Gespräch über Diagnose, Behandlung, Therapien und den Inhalt seiner Patientenakte ausführlich und verständlich informiert werden muss.  

Ebenfalls soll der Patient einen Rechts-Anspruch auf Einsicht in seine Patientenakte bekommen.  

Des weiteren soll es eine Beweisumkehr geben. Bislang musste der Patient bei Arzt-, Behandlungsfehlern beweisen das der Arzt Schuld ist. Nun soll der Arzt beweisen müssen das die Behandlung auch ohne den, seinen Fehler schief gelaufen wäre. Diese Beweislastumkehr soll aber nur für grobe Behandlungsfehler. Bei den sogenannten "einfachen" Behandlungsfehlern bleibt die Beweislast weiter beim Patienten. 

Protokolle für Patientenakte

 

Alle Diagnosen, erforderlichen Untersuchungen, angedachte Therapien und mit eingebundene Behandler müssen schriftlich in der Patientenakte festgehalten werden. Zum Beispiel Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Hebammen, Heilpraktiker, und so weiter. Also praktisch alle Heilberufe welche in die Behandlung eingebunden werden. Demnach soll es für die behandelnden Akteure also eine Dokumentationspflicht geben. Die Patientenakte wird so zum zentralen Dokument bei Streitigkeiten über Behandlungsfehler.

Kosten über Behandlungen und Therapien

Der Patient soll auch über die Kosten aufgeklärt werden. Vor allem über die Kosten welche von den Krankenkassen (GKV) und Krankenversicherungen (PKV) nicht übernommen werden und somit vom Patienten selber zu bezahlen wären, bzw. sind.  

Bei den gesetzlichen Krankenkassen sind ca. 95 Prozent der Leistungen festgeschrieben und per Gesetz auch veränderbar.
Bei der privaten Krankenversicherung ist der gewählte Tarif und die darin beinhalteten Leistungen plus Selbstbeteiligung ausschlaggebend.

Rechtsanspruch auf Einsicht der Patientenakten  

Patienten sollen somit einen Rechtsanspruch darauf bekommen das sie in ihre Akte Einblick erhalten. Damit kann auf Gutachten, einer Zweitmeinung und vollständige Information zur Behandlungsqualität zugegriffen werden.  

Bis jetzt nur ein Gesetzentwurf

Noch gelten die alten Regelungen. Das Gesetz ist bislang lediglich ein Entwurf. Selbstverständlich ist es zu Begrüßen das der Patient mehr Rechte bekommt. Es bleibt zu befürchten das durch diese ausführliche Dokumentationspflicht der Arzt immer weniger Zeit für das Patientengespräch hat. Weitere Folgen werden die Kosten sein. Immer höherer Verwaltungsaufwand kann nicht umsonst geschehen. Schon heute streiken Ärzte gegen die Überbelastung und die Verwaltung.

Keine Gesundheitsreform hat bis jetzt wirklich das Wort Reform verdient. Es bleibt mal wieder nichts anders übrig als abzuwarten was wirklich umgesetzt wird.