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PKV, Nichtzahler, Billig-Billig-Tarife

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Regierung plant den billig-billig-Tarif für PKV-Nichtzahler

Zirka 150.000 PKV-Versicherte sind ihren Beitrag länger als 6 Monate schuldig geblieben. Das macht in Summe einen Beitragsrückstand von rund 1/2 Milliarde Euro aus. Rausschmeißen kann die private Krankenversicherung, dank der Krankenversicherungspflicht (seit 2009), dies säumigen Zahler nicht. Die Akutversorgung muss trotzdem geleistet werden.

Auch die GKV kämpft mit Beitragsrückständen der freiwillig Versicherten. Der GKV-Spitzenverband spricht von ausstehenden Zahlungen in Höhe von über 1,2 Milliarden Euro.

Geplanter billig-billig-Tarif

Nun will die Bundesregierung einen Tarif freigeben der pro Monat so circa 100 Euro beträgt und nur aktut Erkrankungen und Schwangerschaft abdecken. Nun kann man darüber streiten was "Akut" ist. Eins dürfte aber sichert sein, das 100 Euro pro Monat, wenn sie denn auch gezahlt werden, nicht kostendeckend sein können.

Die Voraussetzung zu dem Billig-Billig-Tarif ist, dass der PKV-Versicherte 2 Mahnungen erhalten muss bevor der bestehende PKV-Tarif in den Ruhestand versetzt wird.

Die Gefahr die ich für die PKV sehe

Damit wird auf recht einfache Weise die private Krankenversicherungen bei den Versicherungen ausgehöhlt die in der Vergangenheit mit den Billigtarifen Kunden versichert haben die gar nicht für die PKV geeignet waren. "Billiger als die GKV" war immer das gleiche mantra-artige Verkaufsargument. Das hat schließlich auch so manchen PKV-Versicherer in arge Bedrängnis gebracht.

Siehe Central-Krankenversicherung, heute bei der DVAG angesiedelt. Schon die kleinste Beitragserhöhung hat den versicherten PKV-Kunden aus der finanziellen Bahn geworfen und die Nichtzahlung zur Folge gehabt.

Die Rechnung der PKV ist nicht aufgegangen

Und wird auch mit dem Billig-Billig-Tarif nicht besser werden. Die Hoffnung den Kunden mit den Billigtarifen in die PKV zu locken, in der Hoffnung Er wechselt dann in den höherwertigen Tarif ist Wunschdenken geblieben. Schlimmer noch, es war genau die Kundengruppe von Jung-Selbständigen die eh schon mit jedem Cent rechnen mussten.

Dazu kam, dass so mancher "Selbständige" schon mit der oftmals erzwungen Selbständigkeit überfordert war. Die "Ich-AG" ist zwar von Tisch, aber die Arbeitslosigkeit vieler nicht vermittelbaren, meist wenig Qualifizierten, hat diese Stilblüten hervorgetrieben.

Restriktive Annahmerichtlinien bei der PKV

Heute, Jahre später und der Erfahrung der verfehlten Geschäftspolitik reicher, wird der zukünftige PKV-Kunde genau durchleuchtet. Jung-Selbsändig will man eigentlich in der PKV nicht mehr haben. Die Billigtarife sind weitestgehend vom Markt verschwunden.

Jetzt werden Bonitätsprüfungen gemacht und der aktuelle Gesundheitszustand zweimal durchforstet. Ob das die Fehler der Vergangenheit mit dem Neugeschäft kompensieren kann, ich bezweifle es.

GKV oder PKV?

Eine Entscheidung für Leben. Angeblich wollen Tausende von PKV-Versicherten zurück in die GKV. Die SPD will, wenn sie die Wahlen 2013 gewinnen, 2015 die Bürgerversicherung einführen. Nun hat aber die Gesundheitsgeschichte auch gelehrt das die GKV nicht das Wundermittel schlecht hin ist.

11 Gesundheitsreformen und es ist und bleibt Stückwerk ohne wirkliche Nachhaltigkeit. Denn auch die Beiträge für die GKV müssen von dem Selbständigen gezahlt werden. Wird es dann in der GKV auch noch einen Billig-Billig-Tarif geben der ca. 100 Euro im Monat kostet?

Bewusste Entscheidung zur PKV

Diese Entscheidung fordert eine 100 Prozentige Beratung mit allen Vorteilen und allen Nachteilen. Entscheidungen können aber nur getroffen werden wenn alle Parameter der unübersichtlichen Tariflandschaft der PKV durchleuchtet und offen gelegt werden. Der reine Onlinevergleich in diversen Portalen ist ausschließlich auf den Preis fixiert.

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