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„Gehirnwäsche Riester-Rente“?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Heiße Riester Diskussionen

 „Menschen bei Maischberger“ vom 07.02.2012 zwischen Norbert Blüm (Bundesminister a.D. CDU) und Walter Riester (Namensgeber der gleichnamigen Riester-Rente und Minister a.D. SPD)

Zitat aus dem Fokus in der Sendung

„Unsicherer, ungerechter, teurer: Es ist ein verheerendes Zeugnis, das Ex-Sozialminister Norbert Blüm der Riester-Rente ausstellt. Bei ihrer Einführung sei Gehirnwäsche betrieben worden. Riester warf Blüm seinerseits Hetze vor.

40 Milliarden an Riester-Verträgen verdient?

2001 wurde unter der großen Koalition (CDU/SPD) die Riesterrente eingeführt. Sie, die Riester-Rente sollte die Rentenlücken der gesetzlich Rente „auffüllen“. Namensgeber war Walter Riester. Heute beschwert sich Walter Riester das diese, seine Riester Rente so negativ besetzt ist.

1 Milliarde Steuergelder für Riesterprodukte

Bis 2011 sind ca. 1 Milliarde Euro an Steuergeldern in diverse Riesterprodukte geflossen. Nun fragt man sich wirklich ob das ganze „riestern“ nur durch staatlich Subventionen für die Versicherungskonzerne, Banken  und Versicherungsvertriebe erkauft werden konnte. Hätte man diese 1 Milliarde Euro Steuergelder nicht einfach in die gesetzliche Rente stecken können? Auch Herr Walter Riester persönlich verdient nicht gerade schlecht mit seinen Honorarvorträgen bei den vorgenannten an den Riesterprodukten.

10 Jahre Riester und keine Ruhe in der Diskussion

Fakt ist jedenfalls das Die, welche „riestern“ sollten es aus finanziellen Gründen gar nicht können. Und Die die es können bräuchten die staatlichen Subventionen nicht. Zudem wird die Riester-Rente mit der Altersgrundsicherung verrechnet. Also fürs Sozialamt gespart. Zwar ist Frau von der Leyen mit dem neuen „Rentendialog“ dran hier was zu verändern, - aber ... in Zeiten „leerer Kassen“ dürfte das Wunschdenken bleiben. Zusammengefasst könnte man konstatieren; für soziales ist kein Geld da. Das sieht man am Bundesfreiwilligendienst sehr deutlich.

41,3 Millionen Beschäftigte 2012

Und ca. 6,5 Millionen Geringverdiener die sich riestern gar nicht leisten können.
Schaut man sich die gesamte Sozialversicherung an, so sind Reformen in den einzelnen Sparten weit und breit nicht in Sicht. Krankenversicherung, Pflegeversicherung, die Erwerbsminderung und eben die Rentenversicherung sind seit Jahrzehnten Baustellen in denen Reförmchen von einer Regierung zur nächsten mitgeschleift werden.

Der so dringend erforderliche „Große Wurf“ der immer wieder gebetsmühlenartig angekündigt wird scheitert an zu vielen Eigeninteressen aller Beteiligten. Leidtragend ist immer der Bürger auf dessen Rücken und mit viel Geld diese Endlosdebatten ausgetragen werden.

Altersarmut, die Erkenntnis wird in die Zukunft verschoben

Zitat des paritätischen Gesamtverbandes

„Die Altersarmut nimmt zu und dieser Trend wird sich beschleunigen. Um Massenarmut im Alter zu verhindern, muss umgehend politisch gegen gesteuert werden“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Allein im letzten Jahr ist die Zahl der Empfänger von Leistungen der Altersgrundsicherung laut Statistischem Bundesamt um mehr als vier Prozent gestiegen.

Der Verband geht von einer Vervierfachung der Altersarmutsquote von derzeit 2,5 Prozent auf über zehn Prozent in den nächsten Jahren aus. „Um im Jahr 2030 eine gesetzliche Rente wenigstens in Höhe des Grundsicherungsniveaus zu erhalten, müsste ein Durchschnittsverdiener nach heutigem Stand insgesamt 34 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung ein bezahlt haben.

Für viele ist dies schon jetzt absehbar nicht mehr leistbar“, so Schneider. Besonders bedroht seien die 6,5 Millionen Beschäftigten im Niedriglohnbereich und damit jeder fünfte Erwerbstätige. „Die, die heute schon arm trotz Arbeit sind und ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken müssen, werden im Alter nicht besser da stehen.“