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IGel-Leistungen, gut für Ärzte, fragwürdig für Kunden

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Individuelle Gesundheitsleistungen, IGel nicht immer sinnvoll

Geschätzte 1,5 Milliarden Euro trugen "Patienten" für IGelleistungen in die Arztpraxen. IGel-Leistungen sind zu einem regelrechten Industriezweig für die Ärztepraxen geworden. Seminare, Kongresse, Zeitschriften und spezielle Berater fördern die Zusatzeinnahmen von Ärzten. Skepsis ist mehr als angebracht wenn der Patient den Geldbeutel zücken muss.

IGel-Leistungen meistens für gesetzlich Versicherte

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind solcher Art von Leistungen, Vorsorgeuntersuchungen im normal Leistungspaket, je nach PKV-Tarif, bereits enthalten.

Kein Nutzen für den Patienten

Diverse Studien belegen das der Nutzen für den Patienten durchaus fragwürdig ist. Das die gesetzlichen Krankenkassen längst nicht mehr alle Vorsorgeleistungen übernehmen ist bekannt. Aber, besteht ein begründeter verdacht, so zahlt die GKV doch. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Krankenkasse ob diese Leistungen nicht doch übernommen werden. Eigenbeteiligung und Selbstzahler, vorher fragen.

Fragen an den Arzt vor Bezahlung

  • Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag machen
  • Lassen Sie sich den Sinn der Untersuchung genau erklären
  • Fragen Sie nach den Risiken nicht nur zur Untersuchung sondern auch der möglichen Behandlung nach
  • Unterschreiben Sie nicht gleich das Honorarformular
  • Erfolgshonorare und Pauschalhonorare sind unzulässig
  • Überlegen Sie in Ruhe die Kosten und den Nutzen  
  • Ohne gesonderte, schriftliche Vereinbarung darf der Arzt keine Bezahlung fordern
  • Erkundigen Sie sich bei einem andern Arzt über den Nutzen und den Erfolg einer solchen IGel-Leistung
  • Vorsicht vor empfohlenen Operationen

Frauen sind besonders beliebt und betroffen

Zum einen weil Frauen, anders als die meisten Männer, Vorsorgeuntersuchungen mehr wahrnehmen, aber auch weil die "Angst" oftmals noch massiv geschürt wird. Wie schon mit dem Gebärmutterhalskrebs ist auch die Gebärmutter-Ultraschalluntersuchung ein Angstmacher. Immerhin werden damit 25 Prozent der IGel-Leistungen erbracht. Übertroffen wird das nur noch von der Untersuchung beim Screening zum Grünen Star.  

Männer haben auch Angst

Bei den Männer ist das der Prostatakrebs der mit einem PSA Test erfolgt. Leiser sind die Diagnosen oftmals falsch wie eine Studie aus Amerika belegt. Die Folgen von Behandlungen und Operationen können verheerend sein. Todesfälle inbegriffen.

Anspruch auf Diabetestest bei Schwangeren

Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Schwangere Frauen sollen künftig Anspruch auf einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung haben. Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gefasst.

Bei einem Gestationsdiabetes überschreitet der Blutzucker während der Schwangerschaft bestimmte Werte und das Risiko für seltene Geburtskomplikationen steigt. Vorgesehen sind ein Vortest und gegebenenfalls ein zweiter Test im sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat. (Quelle: ÖKO-Test)

Viel Geld für wenig Nutzen

hier können Sie sich im IGel-Monitor Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund e.V.,  Theodor-Althoff-Str. 47 45133 Essen Telefon: (02 01) 83 27 -0, Telefax: (02 01) 83 27 -100, E-Mail: office(at)mds-ev.de weiter informieren.

Hier können Sie die Studie im vollen Text nachlesen.