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Statusfeststellung mit verheerende Folgen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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haben Sie Fragen zur Statusfeststellung?

Sozialversicherung, was ist eine Statusfeststellung

Sozialversicherungsbeiträge gezahlt aber keine Leistungen. In vielen Betrieben arbeiten Familienangehörige mit einem Angestelltenvertrag. Wie bei normalen Arbeitnehmern werden aus dem Bruttoeinkommen Sozialversicherungsbeiträge abgeführt. Aber Vorsicht, oftmals sind diese mitarbeitenden Partner, Ehegatten oder Kinder gar nicht sozialversicherungspflichtig und würden somit auch keine Leistungen aus der Sozialversicherung erhalten.

Der Unternehmer in der Sozialversicherung

In der Regel ist der Chef, die Chefin selber von der Sozialversicherung befreit. Am bekanntesten ist das in der GmbH. Damit kann der Inhaber aus der gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung, Pflegeversicherung wechseln. Auch die eigene Altersvorsorge kann der Firmenbesitzer selber regeln.  Der Firmeninhaber ist also sozialversicherungsfrei.

Gravierende Folgen bei Familienangehörigen

Familienangehörige keine normalen Angestellten? Ganz anders sieht das unter Umständen bei den Familienangehörigen aus. Pauschalaussagen gibt es nicht. Im Leistungsfall, beispielsweise beim Arbeitslosengeld kann die Leistung versagt werden.

Jetzt wird der Sozialversicherungsträger den Einzelfall prüfen. Stellt sich nun raus das der mitarbeitende Familienangehörige gar nicht sozialversicherungspflichtig ist, so wird auch keine Leistung erbracht. Das bedeutet an dem genannten Beispiel es wird kein Arbeitslosengeld bezahlt.

Fazit: Sozialversicherungsbeiträge gezahlt, trotzdem keine Leistungen.

Statusfeststellung, Sozialversicherungsfreiheit oder Pflicht?

Vorweg, der Firmeninhaber kann die Statusfeststellung nicht selber durchführen. Ebenso wenig der Steuerberater. Klären kann diesen Sachverhalt der gerichtlich zugelassene Rentenberater oder der Rechtsanwalt für Sozialversicherungsrecht und natürlich sie Sozialversicherungsträger.  

Beispiele was zur Sozialversicherungsfreiheit führt

Zuerst muss geklärt werden wie das Arbeitsverhältnis des Familienangehörigen einzustufen ist. Vermietet der Partner beispielsweise Räumlichkeiten an die Firma. Hat der Angehörige der Firma einen Kredit gewährt. Ist im Arbeitsvertrag die Arbeitszeit geregelt. Gibt es Vollmachten die der normale Angestellte nicht hat. Hat der Angehörige Zugriff auf die Firmenkonten. Kann der Familienangehörige Firmenentscheidungen treffen zu denen anderer Angestellte so nicht berechtigt  sind. Vollmachten bei Krankheit oder Unfall des Firmeninhabers und so weiter.

Einzelfallentscheidungen

Pauschal kann die Statusfeststellung zur Sozialversicherungspflicht oder Sozialversicherungsfreiheit also nicht getroffen werden. Jede Firma und jeder Arbeitsvertrag bzw. jedes Arbeitsverhältnis der mitarbeitenden Familienangehörigen, auch die der unverheiratete Partner muss einzeln geprüft werden um Rechtssicherheit zu erlangen.

Weder Steuerberater noch Versicherungsvermittler dürfen hier beratend und schon gar nicht rechtlich verbindlich tätig werden.

Lassen Sie im Eigeninteresse als Firmeninhaber die Sachverhalte klären um nicht Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen die dann keine Leistungen erbringen.