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Steuerbegünstigte Riester-Pflegeversicherung kommt

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Freiwillig und mit Steuergeldern zur Zusatzpflege

Immer mehr Sozialvorsorge geht an die private Versicherungswirtschaft. Nach Riester, Wohnriester und Rürup nun die Pflegeversicherung. Und wie immer auf freiwilliger Basis. Daran gekoppelt ist dann je nach dem wie die politische Lage gerade herrschend ist, die weitere Beteiligung des Staates für die Bedürftigen. Das lässt sich bei der Riester-Pflege leider schon erahnen...

...okay, jetzt heißt die Private-Pflege eben nicht Riester-Pflege sondern Bahr-Pflege.

Wer kann sich die Zusatz-Pflege privat leisten?

Wieder sind es, wie bei Riester auch, die es am nötigsten bräuchten können es sich finanziell nicht leisten. Dazu kommt, dass der Verwaltungsaufwand und die Provisionen die Rendite auf brauchen werden. Und nicht zuletzt die verwaltungstechnische Beantragung der Staatszuschüsse die von vielen Menschen, welche  wieder mal zu kompliziert ist, gar nicht erst beantragt wird. Und wieder mal ist von den schnellen Verkäufern des Pflege-Produkts keine Hilfe zu erwarten.
Welcher Strukivertrieb kündigt diesmal welche bestehenden Verträge um die Riester-Pflegeversicherung zu platzieren? - Leider muss man der SPD hier recht geben.

SPD: Nur Versicherer profitieren

Zitat: Als Klientelpolitik hat am Montag die SPD-Politikerin Hilde Mattheis die Einigung der Koalitionspartner bezeichnet. Nicht die Bedürftigen profitierten davon, sondern nur die Versicherungswirtschaft.
Derzeit haben laut Anbieter etwa 1,7 Millionen Menschen eine Pflegezusatzversicherung. Zum Vergleich: Etwa zehn Millionen Menschen leisten sich Zahnzusatzversicherungen.
Die Entscheidung der Koalitionsparteien eine freiwillige private Zusatzversicherung Pflege einzuführen, sei falsch. Die Koalition drücke sich damit vor der Aufgabe, die Finanzierung der Sozialen Pflegeversicherung auf eine langfristige solide finanzielle Grundlage zu stellen. Zitat ende.

Der Staat stiehlt sich aus der Verantwortung

Suggestive fährt der Staat seine soziale Verantwortung für die Hilfsbedürftigen und Schwachen immer weiter zurück. Eine Sozialleistung welche an Verträge aus der freien Versicherungswirtschaft gekoppelt (Rentendialog) sind ist nicht nur Klientelwirtschaft sondern eine Verachtung an Die welche es sich aus finanziellen Gründen nicht leisten können privat vorzusorgen. Das allerdings scheint von der Politik so gewollt und wird auch weiter so gehandhabt werden.