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Politische Stimmungsmache gegen PKV und GKV

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Einzelne Politiker fordern die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung

In den letzten Wochen ist ein regelrechter Kampf gegen die Private Krankenversicherung ausgebrochen. Ob die Äußerungen der jeweiligen Politiker wirklich objektiv sind mag bezweifelt werden. Vermutlich geht es eher um ein Politikum des Herrn Finanzminister Schäuble zu den Beitragsrückstellungen welche Begehrlichkeiten wecken um den Bundeshaushalt zu entlasten.

Schuldenbremse und der Griff in die Sozialkassen

So will Schäuble die Bundeszuschüsse für die gesetzliche Krankenkassen, die Rentenkassen und die Arbeitslosenversicherung kürzen. Trotzdem sollen die Beiträge stabil bleiben. Eventuell sogar sinken. Nun ist Geld aber nur einmal zum Ausgeben da. Angesichts der Schuldenbremse muss also neues Geld her. Was liegt da näher als der Griff zu den Privaten Krankenversicherungen die mit 22 Milliarden Euro Altersrückstellungen in Schäubles Augen Dollarzeichen hervor rufen.

PKV und die Meinungsmache

Keine Frage, in den beiden Systemen PKV und GKV hat über Jahre hinaus keiner der Verantwortlichen die Hausaufgaben gemacht. Der PKV ist sicherlich auch vorzuwerfen das Umsatz und Marktanteile zu Lasten von Ausbildung, Fortbildung und wirklichen Tariferneuerungen gegangen ist. Die Politik nimmt die Beitragserhöhungen damit zu einem willkommener Anlass gleich alles in Frage zu stellen und sich die Altersrückstellungen einzuverleiben. Aber noch ist es nicht so weit.

Die GKV muss sich andererseits den Vorwurf gefallen lassen die Bürger zu entmündigen in dem ein Einheitsbrei als Gesundheitsversorgung „verkauft“ wird. Von Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, wenn man es mal „demokratisch“ betrachtet, also keine Spur. Im Gegenteil der Versicherte ist der Gier und der Willkür der jeweiligen Regierenden ohne Mitspracherecht ausgeliefert. Es muss eben nehmen was er in der Gesundheitsversorgung bekommt und oftmals muss er auch für diese Leistungen noch streiten das er sie bekommt.

Politik von 12 Uhr bis Mittag in beiden Systemen

Das Versicherte über Beitragserhöhungen stöhnen ist bekannt. Auf der andern Seite wurden über Jahrzehnte die eingesparten Beiträge vom den PKV-Versicherten lustig ausgegeben und nicht an später gedacht. Hätte der Kunde einen Teil seiner eingesparten Beiträge zurückgelegt, so könnte er heute eine Leistung welche nicht gekürzt werden kann, finanzieren ohne zu jammern.

Auch in der GKV gibt es Beitragserhöhungen nur das Diese meistens versteckt werden. Jährlich steigt die Beitragsbemessungsgrenze, jährlich werden die Zuzahlungen größer und jährlich müssen auch die Rezeptgebühren plus Praxisgebühr mitfinanziert werden. Leistungskürzungen sind obligatorisch um eben nicht die Kassenbeiträge erhöhen (?) zu müssen.

Tarifgestaltungen der PKV

In den meisten Fällen ist es doch so: vor 15 oder 20 Jahren ist ein Versicherter in die PKV gewechselt. „Billiger als in der GKV“. Das ersparte Geld wurde ausgegeben und der PKV- Vertrag über Jahre hinaus nie mehr zur Inspektion gebracht. Der Versicherungsverkäufer hatte seine Provision nach 12 Monaten verdient. Wenn der PKV-Vertrag jemals wieder angefasst wurde, so meistens zur Umdeckung um dem Verkäufer neue Provisionen zu bringen aber nicht um bessere Leistungen zum gleichen Beitrag zu verkaufen. Den Provisionsexzessen wurde nun per Gesetz Einhalt geboten und die Provisionshaftunsgzeiten verlängert.

Kreativität der PKV-Versicherer

Leider und das muss offen gesagt werden sind die meisten Versicherungen nur am Umsatz und an Marktanteilen interessiert. Das wird jetzt zum Bumerang. Statt sich mit ihren Versicherungsbedingungen, Transparenz und rechtlichen Tarifaussagen zu beschäftigen wird kreativ über neue Vergütungsformen fern ab der Provisionsdeckelung nachgedacht.

Und die Verkäufer der PKV?

Mit Provisionsabgaben an den Versicherungsnehmer sollen Kunden gekauft werden. Auch dieses Kaufen ist von 12 bis Mittag gedacht. Die Versicherungsverkäufer haben, wie es scheint, immer noch nicht begriffen das sie sich mit solchen Geschäften selber abschaffen. Kein ordentlicher Kaufmann kann derartige Geschäftspraktiken auf Dauer durchhalten.

Es sei den er betrachtet seinen Beruf als Hobby weil der Partner als Angestellter das Geld nach hause bringt. Dann möchte ich als Kunde einem derartigen Versicherungsverkäufer allerdings nicht in die Finger fallen.

GKV und PKV

Beide zusammen, die Versicherungen und die Verkäufer werden so mit Sicherheit sich selber und die PKV abschaffen. Damit schließt sich der Kreis für die Politiker. Vor diesem Hintergrund des Streiten, der Gier nach Umsatz und Provisionen oder Geiz ist geil bleibt nur der Versicherungsnehmer auf der Strecke. Die Politik wird mit Sicherheit früher oder später versuchen der PKV ein Ende setzen. Dann ist die Frage nur noch wie die PKV abgeschafft wird und nicht ob sie abgeschafft wird.

Ein weiter so schafft nur eins, eine Einheitskasse mit Versicherten die auf die Gnade der Politiker angewiesen ist ob und welche Gesundheits-Leistungen sie als Kunde zukünftig bekommen.