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Rente, Zuschussrente, von der Leyen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Solo-Selbständige, 1 Mann, 1 Frau Betriebe sollen in die Altersvorsorge und BU gezwungen werden

Man kann sich wirklich des Eindruck nicht mehr erwehren das Frau von der Leyen der privaten Versicherungswirtschaft unaufhörlich Umsatz und Provisionen zu schustern will. Richtig ist, das viele Selbständige, gerade Einmann / Frau Betriebe häufig in die Altersarmut fallen. Geschätzte 2,5 Millionen Selbständige bestehen aus 1 Mann oder 1 Frau Unternehmen.  

Rentendialog Zuschussrente

Die private Altersvorsorge mit der Riesterrente soll nicht auf die Zuschuss-Rente angerechnet werden. Neu ist, dass die Rentner ab dem 63. Lebensjahr mehr dazu verdienen können sollen. Grundlage sind die letzten 15 Jahre und der höchste Verdienst. Beispiel: Irgendwann in den letzten 15 Jahren hat der Berufstätige mal 3.000 im Monat verdient. mit 63 Jahren erhält er 1.000 Euro Rente. Nun dürfte er 2.000 Euro Abzüge frei dazuverdienen. Der gesetzliche Rentenabzug von 0,3 Prozent pro Monat bleibt bestehen. Und der Rentner muss 35 Jahre Pflichtbeiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen.  Oder soll dieses "Dazuverdienen" nur für Geringverdiener gelten?

Frauen weit häufiger von Alterarmut bedroht als Männer

Ein weiters Problem ist das Frauen von der sogenannten Gleichberechtigung noch weit entfernt sind. Selbst bei gleicher Qualifikation und gleichem Berufsstatus verdienen Frauen immer noch weniger als vergleichweise Männer. Die Gehaltsunterschied haben System.

Selbständige müssen zur Altersvorsorge verpflichtet werden

Offen ist wie die Vorsorge aussehen soll. Ich lese aus dem Rentendialog das es dem Selbständigen überlassen bleibt wie er das tut. Freiwillig in die gesetzliche Rente was aber nicht zu den Pflichtzeiten zählen würde oder private Vorsorge, beispielsweise mit einer Rürup-Rente was die privaten Versicherungen und Vertreter freuen würde. Frau von der Leyen will das jeder Selbständige 350 Euro bis 400 Euro pro Monat dafür aufwendet.

Ebenfalls soll der Selbständige gezwungen werden auch für den Fall der Berufsunfähigkeit vorsorgen.  Kann der Selbständige keine Altersvorsorge nachweisen, so wird er in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen.

Guter Ansatz an der Realität vorbei

Lassen wir mal dahingestellt warum es 2,5 Millionen Einzel-Selbständige gibt. Vermutlich ist der größte Teil davon nicht wirklich freiwillig Selbständig. Dazu kommt, das schon heute viele Einzel-Selbständige mit Harzt IV (4) aufstocken müssen um über die Runden zu kommen. Wie sollen diese Selbständigen jetzt monatlich 350 bis 400 Euro für ihr Altersvorsorge und einer Berufsunfähigkeit vorsorgen?

Dazu kommt, dass eine unüberschaubare Zahl an Scheinselbständigen tätig ist. Beispielsweise unter dem HGB § 84. (Handelsgesetzbuch) Besonders in der Versicherungsbranche ist das überproportional üblich. Aber auch in der Baubranche und andern Berufszweigen ist diese Scheinselbständigkeit durchaus üblich. Selbst die Bundesregierung schreckt nicht davor zurück sich derartige Beschäftigungsverhältnisse zu bedienen. Der Staatsanwalt ermittelt zwischenzeitlich.