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Deutsche Rentenversicherung will Staatsfonds als Vorsorgekonto

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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"Riester" von der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Wie die Berliner Umschau unter Berufung auf Manager Magazin Online meldet, will die Deutsche Rentenversicherung Baden Württemberg eine Alternative zur Riester-Rente einführen. Jeder soll dann ein Staats-ähnliches Versorgungskonto (was immer das heißen mag als Produktbezeichnung) bei der Rentenversicherung eröffnen das keine Provisionen und Abschlussgebühren enthält. Zudem sollen die Einzahlungen und das Kapital nach Vorgaben des Sozialgesetzbuches erfolgen.  

Verluste ausgeschlossen

Verluste der Anlagen sollen ausgeschlossen werden. Niedrige Verwaltungskosten sollen ebenfalls diese "Staatsprodukt" auszeichnen. Das entsprechende Konzept liege bereits dem Bundessozialministerium zur eingehenden Prüfung vor.  Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigener sieht darin eine direkte

Konkurrenz zu den Privaten Versicherungen.  

Die Rentenversicherung sieht das anders. In das Vorsorgekonto sollen keine bestehende Verträge, also Guthaben aus privaten Altersvorsorgen, überführt werden können. Noch nicht! Zudem zeichnet das Produkt der DRV ein sehr konservatives Risiko-Profil aus. Damit stehe das Produkt nicht in Konkurrenz zu den privaten Versicherungen. Siehe auch: die Kernschmelze unseres Finanzsystems?

Soweit der Plan der DRV Baden Württemberg

  • - Eine Frage die sich sofort stellt ist; wenn das Sozialgesetzbuch Grundlage des staatsähnlichen Fonds sein soll, wer schützt die Einlagen vor dem Zugriff des jeweiligen Finanzministers und andern Zugriffen von Politikern? Fremdentnahmen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung sind bis heute, je nach Kassenlage des Bundeshaushalts, für alle möglichen "Bundes-Zahlungen" erfolgt.
  • Eine weitere Frage drängt sich auf; unterliegen diese Kapitaleinlagen dem Einlagensicherungsfonds, wenn ja, was nutzt der bei weiteren Staatsverschuldungen?
  • - Die nächste Frage wäre: fließen die Beiträge des Einzelnen in das Solidar-System oder hat der Kunde einen verbrieften und rechts-sicheren Eigenvertrag.
  • - Die weitere Frage wäre; wie sehen die Vertragsmodalitäten und die Verwaltungsmodalitäten aus. Schon von der Riester-Rente kennen wir den Verwaltungswirrwarr und Antragwirrwarr und die damit verbunden Verwaltungskosten.
  • - Und noch eine Frage; was versteht die Deutsche Rentenversicherung unter Risikoprofil. Auch hier wurden schon Unsummen von Rentenbeiträgen bei Anlagen durch die Rentenversicherungen bei den Banken verzockt.
  • - Noch eine Frage; wie sieht die Anlagestrategie zum Schluss aus. Schon bei Riester wurden in Waffen, Tretminen und anderem Kriegsmaterial der Rüstungsindustrie investiert, ohne das der Verbraucher davon auch nur den blassesten Schimmer hatte.  
  • - Weitere Frage; Saniert der Beitragszahler mit der Anlage durch Kreditvergabe der Rentenversicherung an den Bundesfinanzminister den Bundeshaushalt mit. Die Sicherheit würde ich mehr als fragwürdig erachten. Jedenfalls bei mehr als 1 Billion Euro Staatsverschuldung und immer höheren Bürgschaften für die Euroländer (Griechenland). Und, was passiert mit dem Kapital bei weiteren Schuldenschnitten für die Anleger?
  • Und zum Schluss bleibt die Frage was passiert mit dem eingezahlten Kapital bei Tod. Wie sieht die Erbfolgeregelung aus.

Vertrauen in die staatliche Rente, in die Rentenversicherung?

Es mag dem Verbraucher überlassen bleiben wie und wo er sein Geld zur Altersvorsorge investiert. Allerdings sind ohne durchgehende Transparenz und völlige Offenlegung der Anlangen und Anlagestrategien mehr Misstrauen als Vertrauen angebracht.

Ausgerechnet Baden Württemberg?

Maschmeyer und Rürup betreiben eine Beratergesellschaft zur "Altersvorsorge". Wir erinnern uns an die Hannover-Connection und den "Nord-Süd-Dialog".  Auch wenn es diesmal keine Provisionen gegen soll, so kann "Mann" im Anlagegeschäft durch Zocken prima Geld verdienen. Ein Schelm der böses denkt ... ?

Wir werden weiter berichten.