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Versicherungsmakler schaffen sich selber ab

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Der Makler-Markt dünnt sich aus

Wirklich müsste ein Aufschrei durch die Lande gehen wenn man sich anschaut was die Medien an Hetzkampagnen fahren. Gegend den Berufsstand der Versicherungsmakler wird diffamiert,  polemisiert und ganz bewusst Dreck geschleudert.

Große Maklerstrukturen, Pools, Strukivertriebe, Banken, Onlineportale

Diese großen Vertriebe werden es überleben. Noch ist genug Geld in den Kassen. Aber wie lange noch? Obwohl auch hier mit Sicherheit eine Bereinigung statt finden wird. Provisionsdeckelung und Provisionsabgaben werden auch bei deren finanziellen Berechnungen ein Umdenken einleiten. Aber Deren Lobbyarbeit funktioniert hervorragend.

Wo bleibt der kleine Versicherungs-Makler, der Vorort sauber und gewissenhaft seine Kunden betreut und sich seiner Verantwortung bewusst ist?

Was unternimmt die Maklerschaft dagegen?  

Kürzlich war ich auf einer Tagung und hatte das „Vergnügen“ mich mit verschieden „Makler“ zu unterhalten. Die Selbstgefälligkeit dieser Spezies ist kaum zu überbieten. Alle sind in sich selbst zufrieden, haben genug Umsatz, nur zufriedene und treue Kunden.

Gegensätzlich dazu wird in Foren und Blogs rum geheult und rum gejammert was uns die Politik so böses antut und das wir als Provisionsjäger und Abzocker hingestellt werden. Und was mich am meisten Erstaunt hat, war der Hinweis man könne sich in Verbänden gegen diese Diffamierungen organisieren. Frei nach dem Motto lass mal die Andern machen.

Verbände pro Berufsstand und kämpferisch?

Über viele Jahre war ich in zwei großen Berufs-Verbänden Mitglied. Mein persönliches Fazit: Mitgliedsbeitrag zahlen und Mund halten. Selbstgefällig und satt dokumentieren und demonstrieren diese meist „Altherrenriegen“ ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Berufsstände. 3. klassische Politiker, um nicht zusagen Hinterbänkler, werden zu Gespräche eingeladen um auch mal was sagen zu dürfen und um sich die Probleme anzuhören. 

Vor allem aber und das stört mich am meisten, werden derartige "Gespräche" und Veranstaltungen von der Öffentlichkeit, also dem Verbraucher, unserm Kunden, überhaupt nicht wahr genommen. Veranstalter und die Branche unter sich im "stillen Kämmerlein". Allenfalls eine Pressedarstellung mit "ein großartiger Erfolg, super Besucherzahlen, Essen und Trinken war gut und das Abendprogramm exzellent".

Ergo: Ergebnisse einer Lobbyarbeit gleich Null. Öffentlichkeitsarbeit Null. Selbstbeweihräucherung und eigene Nabelschau 100 Prozent.

Die meisten kleinen Versicherungsmakler kämpfen ums Überleben

Dahinter könnte auch wirkliche Politik stecken. Nämlich die das Versicherungsgesellschaften den Einzelmakler gar nicht haben wollen. Maklerpools sind in den letzten 20 Jahre wie Pilze aus dem Boden geschossen. Der Grund ist relativ einfach zu erkennen. Gebündelter Umsatz ist für die  Versicherungskonzerne kostengünstiger als die Einzelanbindung und Einzelbetreuung eines Versicherungsmakler. Das würde dann allerdings auch die Maklerbetreuer, als Kostenfaktor, über kurz oder lang überflüssig machen.

Der Verbraucher sieht das so: Billig vor Leistung und schnell vor Qualität

Immer noch geht es fast ausschließlich um „Geiz ist geil“. Zwar will der Verbraucher die beste Beratung, das beste Produkt nur kosten darf es nichts. Das beweist der Gesetzesentwurf zur Altersvorsorge aus Baden Württemberg eindeutig.

Leider hat der Verbraucher immer noch nicht begriffen das es um seine Existenz geht und nur durch eine sorgfältige Beratung gesichert ist.

Die Gläubigkeit an getesteten Produkten und die gezielten Kampagnen welche Verbraucherschutzzentralen, Verbraucherschützer und Tester fahren, werden zu heiligen Kühen, die der wichtigen persönlichen Beratung zur persönlichen Lebenssituation entgegenstehen. Produktverkauf steht vor Beratung. Der Verbraucher will es so. Wirklich?

Aber was wäre auch anderes zu erwarten, werden doch Verbraucherschutzzentralen aus Steuergeldern und "Spenden" von Versicherungskonzernen aufrecht gehalten.

Und die Versicherungskonzerne und Banken?

Ausschlaggebend sind Umsatz, Beitragseinnahmen und die Größe des Unternehmens. Daran hängen die Gehälter und Boni der Vorstände. Der Verbraucher und Kunde ist völlig egal. „Die beste Versicherung ist die die nie in Anspruch genommen wird“. Das erklärt auch die meistens wachsweichen Leistungsbeschreibungen und die vielen Klagen vor den Gerichten und die Anrufung der Ombudsmänner und Frauen. Bestes Beispiel Riester. hat sich bis jetzt was geändert?

Vertrauen in Versicherungen und die Versicherungsbranche?

Wenn sich hier nicht schleunigst was zum positiven in Vertrieb, Verkauf und Beratung verändert dann sind die kleinen Versicherungsmakler wirklich zum Aussterben verurteilt. Aber wie gesagt, vielleicht ist das ja politisch auch gewollt.
Dann wird der Versicherungsmakler vor vollendeten Tatsachen stehen. Dann kann diese Spezies weiter bloggen und in Foren weinen. Dagegen unternommen hat er allerdings nichts.