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Eine unendliche Geschichte: oder sprudelnde Ölquelle Riester

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Verwaltungskosten, Provisionen und die Inflation

Bei allem Schöngerede zur Riester-Rente ist sie nun erneut im Gespräch. Die Linke hat nach 10 Jahren Bilanz gezogen. So sind ca. 15 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. Das ist jeder Dritte Zulagenberechtigte.

Darin enthalten sind aber auch die Verträge welche Ruhen oder nicht voll angespart wurden. Von stornierten Verträgen hört man gar nichts. Bis zu 20 Prozent belasten die Verwaltungskosten diese "Altersvorsorge".

Bei Neuverträgen, ab 01.01.2012, ist die Garantieverzinsung 1,75 Prozent. Damit liegt der Garantiezins unter dem Zielsatz zum Inflationsausgleich von 2 Prozent, so die Europäische Zentralbank (EZB).  

Wie sagte Carsten Maschmeyer im Interview so treffend:

"Die Riester-Rente war eine sprudelnde Ölquelle für mein Unternehmen". Zitat Carsten Maschmeyer bei "Maischberger". Das gleiche dürfte Walter Riester mit seinen Einnahmen, Honoraren bei Vorträgen in Banken, Versicherungen und Strukivertriebe (und zwar ALLE) auch von sich sagen. Denn der Verbraucher muss wissen das auch Werbung und Marketing in die Kosten von Verträgen mit einfließen. Also war bzw. ist das Geschafft mit der privaten kapitalisierten Altersvorsorge ein mehr als lukratives Geschäft.  

Jetzt geht es um die steuersubventionierte private Pflegeversicherung, eine neue "sprudelnde Ölquelle für welche Vertriebsorganisation diesmal?

Der Sparer ist der Dumme

Staatlich subventionierter Betrug, so wäre die kürzeste Formel der Riester-Verträge. Aber schlimmer noch, Ursula von der Leyen, Super-Nanny der Nation, bestärkt in der Zuschussrente (Rentendialog) diese Abzocke weiterhin. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ein vernichtendes Urteil über die Riester-Produkte gefällt.

Die Politiker und die Lobbyisten der Finanzbranche interessiert das über haupt nicht. Also doch Klientelpolitik auf dem Rücken der Verbraucher und Sparer. 

Die Bundesdrucksache 17/9194 können Sie hier als PDF runter laden. Risiken der Riester-Rente offen legen – Altersvorsorge von Finanzmärkten entkoppeln