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Riester, Zuschussrente, Minijob, Frauen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Was Frau von der Leyen so Umtreibt

In einem Bild Interview erklärte Frau Bundesarbeitsministerin von der Leyen nicht nur das sie mehr verdient als ihr Mann, sondern auch wie Menschen zukünftig von ihrer gesetzlichen Rente leben können sollen. Provisionen und Verwaltungskosten, Gebühren bei Riester sollen gedeckelt werden. Ein Beipackzettel soll die Riesterprodukte vergleichbarer machen. Und, die private Altersvorsorgen wie die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und die Riester-Rente sollen auf die Zuschuss-Rente obendrauf kommen.

Was Frau von der Leyen vergessen hat zu sagen

35 beitragspflichtige Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung und eine, mindestens 5 Jahre private Altersvorsorge, sind gerade bei den Minijobbern fast unmöglich. Viele dieser Minijobber fallen bei Arbeitslosigkeit direkt in Hartz IV (4) und hier werden bekanntlich keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung mehr abgeführt (seit 01.01.2011).

Dazu kommt, das viele Minijobber über Hartz 4 aufstocken müssen um überhaupt überleben zu können. Arbeitnehmer welche für 2 Jahre Angehörige pflegen müssen mit 75 Prozent von ihrem Lohn so lange auskommen bis die Arbeitszeit wieder eingearbeitet ist. Dazu kommt, das genau dieser Personenkreis sich auch noch privat für den Fall der Berufsunfähigkeit oder Tod absichern muss damit der Arbeitgeber den vorschüssig gezahlten Lohn nicht abschreiben muss. Das schlägt monatlich mit ca. 30 Euro zu Buche.  

Das Beispiel der Floristin am Gehalt

Laut Tarif verdient sie 1.440 Euro Brutto. nach 35 Arbeitsjahren bekommt sie ca. 500 Euro gesetzliche Rente. Das ist eine Rente noch unterhalb der Grundsicherung. Mit der Zuschussrente bekäme diese Frau nun 850 Euro wenn die 35 rentenpflichtigen Versicherungsjahre voll sind und sie eine private Altersvorsorge 5 Jahre angespart hat. Bei einem Riester-Vertrag schon mal unmöglich, weil zum jetzigen Stand in dem Riestervertrag nichts drin ist was zur Auszahlung gelangen könnte.  

Beipackzettel und Gedeckelte Provisionen

Auch die Frage was mit den Riester-Altverträgen aus der Vergangenheit passiert bleibt auch offen. 10 Jahre "sprudelnde Ölquellen" wie Herr Maschmeyer es polemisch erklärt hat sind also für den Riester-Kunden bei den Strukivertrieben und Versicherungskonzernen plus der Rüstungsindustrie gelandet.  Dazu kommen noch die versengten Steuermillionen welche ebenfalls nicht beim Riester-Kunden angekommen sind. Daran wird auch die zukünftige "Riester-Änderung" nicht verbessern.

Was macht die Grundsicherung der Rente bei den privaten Versicherungen?

Wäre es Frau von der Leyen wirklich ehrlich und würde sie das System Rente und Altersvorsorge wirklich ernst umsetzen, so wären diese Millionen Euro an Steuergeldern in der gesetzlichen Rentenversicherung allemal besser aufgehoben als bei Strukivertrieben und Versicherungskonzernen.

Voraussetzung wäre natürlich das die Begehrlichkeiten und der Griff in die Rentenkassen für Fremdleistungen, wie in der Vergangenheit geschehen, per Gesetz unterbunden werden.  

Die Chancen einer positiven und wirklichen Rentenreform

Anbetracht der eigenen politischen Interessen, des Machterhalts, der Lobbyisten plus den Parteispenden und den bevorstehenden Wahlen, wie immer und durchgängig bis zu den nächsten Wahlen, muss die Hoffnung auf eine wirkliche Rentenreform für den Bürger zu den Akten gelegt werden.

Es wird sich nichts ändern und die Sozialversicherungen, egal ob Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Erwerbsminderungsrenten oder die Rentenversicherung werden bei den Reformen Stückwerk im Eigeninteresse der Verantwortlichen bleiben.

Keine guten Aussichten für Minijobber, Geringverdiener, Hartz 4 Empfänger und Frauen.