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Helme sichern Versicherungsleistung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

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Keine Helmpflicht, trotzdem nur halbe Versicherungsleistung

Die Helmpflicht bei Bikern ist durchaus sinnvoll und kann vor schweren Kopfverletzungen retten. Beim Skateboard, Radfahren und Skifahren besteht die Helmpflicht nicht.

Trotzdem kann die Versicherung die Leistungen kürzen und ein Mitverschulden durchsetzen. So in einem Urteil des LG München 2 mit Aktenzeichen 10 0 3954/210 in dem die Unfallopfer Recht bekamen.

In der Anrufung des OLG München mit Aktenzeichen 8 U 3652-11 wurden aber die Einwände der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bestätigt.

Helme schützen vor Kopfverletzungen

Obwohl die Unfall geschädigten unschuldig an dem Unfall waren, hatte die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers ein Urteil erstritten das wegweisend, für andere Unfälle ohne Helm, sein dürften. Da das Unfallopfer keinen Ski-Helm getragen hat, seinen die schweren Kopfverletzungen mit einem Helm glimpflicher abgelaufen.

Die Richter beriefen sich dabei auf den Paragrafen 254 BGB in dem ein Mitverschulden besteht. Ebenfalls liegt eine Obliegenheitsverletzung der Schadensminderungspflicht, bezogen auf den § 254 BGB vor. (Quelle: Rechtsindex - Recht & Urteile. Das juristische Informationsportal)

Hohe Geschwindigkeiten, hohes Unfallrisiko

Durch hohe Geschwindigkeiten der diversen "Sportgeräte" entstehen auch immer schwerere Verletzungen. Dramatisch wird ein Unfall wenn dauerhafte irreparabel Schäden bleiben. Das könnte sich mit dem Urteil des Oberlandesgerichts München auch auf die mögliche Rente oder Pflegekosten auswirken.

Wie aus dem oben geschilderten Unfall schnell ein Versicherungsfall für Unfallverursacher und Unfallopfer wird hier drastisch deutlich. So muss das Unfallopfer, obwohl es nicht am Unfall schuld ist, die Hälfte der Behandlungskosten für die schweren Kopfverletzungen selber tragen.  

Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung, Pflegekosten, Berufsunfähigkeitsversicherung

Freizeitaktivitäten sind nicht risikolos. Eine Haftpflichtversicherung sollte ein Muss sein. Wer anderen einen Schaden zufügt haftet quasi lebenslang mit seinem gesamten Vermögen. Das nutzt dem Unfallopfer aber wenig wenn der Verursacher eben keine Haftpflichtversicherung hat. 

Die private Unfallversicherung deckt hier, je nach Leistungsinhalte und Tarif-Inhalte, die Kosten. Ebenfalls kann eine Unfallrente oder Kapitalzahlung erfolgen. Unabhängig ob der Unfall im privaten Bereich oder im beruflichen Bereich erfolgt. Auf eine weltweite Deckung sollte geachtet werden. 

Pflegekosten sind zu einem geringen Teil über die gesetzliche Pflegeversicherung gedeckt. Das diese nicht alle entstehenden Kosten deckt ist hinreichend bekannt. Allerdings muss bei der privaten Pflegeversicherung die Leistungsinhalte genau beachtet und geprüft werden. So zahlreich die Pflegeversicherungstarife, so zahlreich sind auch die Leistungsinhalte welche sehr unterschiedlich sowohl im Preis als auch in der Leistung sein können.

Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), Dienstunfähigkeitsversicherung ist von großer Bedeutung. Oftmals endet gerade durch schwere Kopfverletzungen der Unfall in einer Berufsunfähigkeit. Die Erwerbsminderungsrente zwar eine gesetzliche Rente die anteilsmäßig an die Stundenzahl der noch möglichen Arbeitsmöglichkeit gekoppelt ist aber bei weitem nicht auskömmlich zum Leben. Ob Sie einen Arbeitgeber finden der sie als schwer Behinderter noch 3 Stunden oder 6 Stunden, je nach ihren Möglichkeiten beschäftigt, ist dem Gesetzgeber und damit der Sozialversicherung gleichgültig.  

Teure Hobbys und kein Geld für Versicherungen?

Gehen wir nur mal von einer Skiausrüstung, dem Skipass und dem Skiurlaub aus, so sind schnell ein paar 100 Euro wenn nicht ein paar 1.000 Euro für die Familie weg. Das Risiko derartiger Sportarten wird unterschätzt und an den Versicherungen, die auch andere Risiken mit einschließen, gespart. Die finanziellen Folgen können aber existenzbedrohend sein.