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Riester-Rente ist pfändbar

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Riester nicht Insolvenz sicher

Die Riester-Rente kommt nicht aus den Schlagzeilen. Was die Versicherungen 10 Jahre als gesicherte Rente und pfändungssicher verkauft haben ist Makulatur. Tausende von Riester-Zulagen werden nicht angefordert. Einmal weil das Antragverfahren für die Zulagen kaum für einen Verbraucher durchschaubar ist, teils auch deshalb weil nach der Unterschrift auf die Riesterverträge keine weitere Betreuung mehr statt findet.

Das Amtsgericht München hat mit Urteil und Aktenzeichen 273 C 9790/11 die Pfändbarkeit damit festgestellt.

Herrn Riester geht es nur um den Verkauf nicht um die Dienstleistung

Riester-Verträge sind sprudelnde Ölquellen für die Strukivertriebe, so gesagt von Carsten Maschmeyer. Herr Riester hält Honorar-Vorträge um dieses umstrittene Produkt weiter an den Mann an die Frau zu bringen. "Gerade für die Geringverdiener ist das eine gesicherte Zusatzrente".

Was Herr Riester nie sagt, dass die Riesterrente mit der Grundsicherung verrechnet wird und das die nicht angeforderte Riester-Zulage den ganzen Vertrag zur Pfändung frei gibt.

Tolle Statistiken zum Riester-Erfolg

Geschätzte 13 Millionen Riester-Verträge sind unterwegs. Wie viel Riester-Zulagen nicht angefordert werden, sei es bewusst oder aus Unwissenheit, darüber schweigen die Statistiken. Ebenso schweigen die Statistiken über ruhende Verträge. Es werden nur Erfolgsmeldungen verkündet. Sind in dem Riestervertrag noch Zusatzversicherungen wie z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung eingebunden, so bleibt für den Sparanteil fasst nichts mehr übrig. (Sparen von der Risikoabsicherung trennen)

Da darf schon mal nachgefragt werden wie erfolgreich die Lobbyisten der Versicherungswirtschaft hier Einfluss nehmen.

Auch kann die Riester-Rente wenn sie zur Rentenauszahlung kommt, trotz Riesterförderung gepfändet werden. Nachzulesen in Paragraf 851d der Zivilprozessordnung (ZPO). Zwar gibt es Freigrenzen, die das Existenzminimum sicher, welche auch pro Lebensalter steigen, aber die heben die Pfändbarkeit nicht auf.

Zulagenantrag zur Riesterförderung

Würde Herr Riester über Dienstleistung, Verwaltungskosten, Provisionen, den Förderantrag, die Verrechnung mit der Grundsicherung reden, so wäre es der Sache nicht nur dienlich sondern würde dem Produkt auch den faden Beigeschmack von "Umsatz und Provisionen" nehmen.

Aber mit diesen Wahrheiten kann man schlecht einer Bank, Versicherungsgesellschaft oder Strukivertrieben Honorare aus dem Kreuz leiern. So bleibt Herr Riester mit "seinem Produkt" ein Handlanger der Versicherungslobbyisten und Provisionsjägern in dem er horrende Honorare für seine Vorträge einstreicht.

Der Geringverdiener ist der Dumme

Ohne die Riester-Zulagen ist der ganze Riestervertrag sinnlos. Zu hohe Provisionen, zu hohe Verwaltungskosten, zu wenig Rendite. Ebenso für die Menschen die heute schon mit so wenig Geld auskommen müssen das ihre gesetzliche Rente über die Grundsicherung aufgestockt werden muss. Und ohne Beantragung der staatlichen Zuschüsse ist der ganze Vertrag auch noch pfändbar.

Warum haben Sie einen Riester-Renten-Vertrag abgeschlossen wenn Sie die staatliche Riesterförderung nicht beantragen?

Wem also nutz, wenn überhaupt, die Riester-Rente?

Den besser Verdienenden weil die keine staatliche Zuschüsse verschenken, auch weil sie sich in dem Antragswust der Förderzulagen auskennen oder ihren Steuerberater damit beauftragen.

Hier könnte Ihnen, beim Förderantrag, auch der Lohnsteuerhilfeverein oder der Versicherungsverkäufer behilflich sein!

Rentenreformen? Nein, die Kapitalisierung der Rente in Form von Riester ist und bleibt eine Ewigkeitsbaustelle zum Nachteil der Geringverdiener und Verbraucher.