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Die Lethargie der Privatanleger

am . Veröffentlicht in Finanzen

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Autor: Thomas Hennings, Sachwert-Center Bremen

Es ist wohl ein deutsches Phänomen

dass sich Privatanleger immer mehr scheuen, Ihre Sparvorgänge richtig zu planen und auch stetig zu überprüfen. Ein kurzer Rückblick, seit ca. 12 Jahren steht die Finanzwelt Kopf. Das Platzen der Internetblase im Jahr 2000, der 11. September 2001 und seit 2007 haben wir die Finanzmarktkrise und nun die Banken- und Staatskrisen. Viele Anleger haben in dieser Vergangenheit herbe Verluste durch intransparente und spekulative Produkte hinnehmen müssen.

Natürliche Verdrängung

Liegt es an der Komplexität der Finanzprodukte oder an den Veränderungen am Finanzmarkt an sich, dass sich auch statistisch immer weniger Menschen mit der eigenen Depotüberprüfung oder eigenen Altersversorgung beschäftigen? Es sind verschieden Gründe, warum sich der Anleger sehr verhalten und zeitlich gesehen, sehr wenig um seine Geld- und Sparanlagen kümmert.

Zum einen beschäftigt man sich ungern mit dem Älterwerden, zum anderen man ist jung und möchte seine Freizeit und z.B. seinen Urlaub gestalten und sich einfach etwas leisten können. Das ist ein ganz normaler Verdrängungsmechanismus.

Denkt man an später, an das Alter, an das Rentnerdasein wird man „depressiv“. Unsere täglichen negativen Nachrichten aus aller Welt lassen einen auch nicht positiv beschwingt in die Zukunft schauen, der Mensch verdrängt und zieht sich zurück und sucht das Positive, das Schöne.

Keine Zeit oder doch?

Im Bereich der eigenen Finanzen investiert der deutsche Sparer statistisch keine zehn Minuten, um einen Abschluss zu tätigen, der neue Handyvertrag und der nächste geplante Urlaub hingegen nimmt bereits diverse Stunden bis hin zu Tagen ein und der Kauf eines neuen oder auch neuen gebrauchten Autos nimmt bereits diverse Tage in Anspruch. Ist es nicht Überlegenswert die Zeit anders verteilt zu investieren?

Kontrolle

Frauen sind hier die „klügeren Männer“, Frauen streben nach Sicherheit, heute und morgen, sie wollen wissen, wohin auch der finanzielle Weg in der Zukunft geht. Männer hingegen sind hier lockerer eingestellt, sie meinen alles stets kontrollieren zu können und verdrängen besser. Beide Parteien müssen gemeinsam die eigenen Finanzen regeln und entscheiden. 

Neue gesetzliche Vorschriften

Gemäß diverser Umfragen verweigern fast fünfzig Prozent der Männer die eigene oder familiäre finanzielle Lage dem Finanzberater offenzulegen, wobei es dem Finanzberater mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben ist, die Ist-Situation mit den Wünschen und Bedürfnissen konkret zu erfragen und schriftlich zu dokumentieren.

Hier wird kurz und mittelfristig, auch aus Haftungsgründen für den Finanzberater, ein Umdenken auch beim Anleger stattfinden müssen. Keine Daten – keine Beratung!

Erfahrungen aus der Vergangenheit

Die Lethargie sich mit Finanzen und Geld auseinander zu setzen spiegelt sich auch darin wieder, dass in der Vergangenheit viele Finanzprodukte falsch und komplett an den Wünschen vorbei beratend vermittelt wurden. Die Investmenthäuser und Banken taten ihr Übriges dazu, indem riskante Papierwetten daneben gingen, immer zum Leidwesen des Anlegers.

Den Banken wird sofort staatlicherseits geholfen (apropos: Der Staat = Das Volk = UNSERE Steuergelder!), der Anleger muss gegen die Institutionen klagen! Vergangene Fehlinvestitionen sind ein berechtigter Grund für verhaltene neue Entscheidungen. Aber heiratet der Deutsche auch nie wieder, weil er bereits eine Scheidung hinter sich hat?

Eigenverantwortung

Die deutschen Sozialsysteme genießen weltweit immer noch einen guten Ruf. Wie schaut es tatsächlich aus? Das gesetzliche Rentensystem wird u.a. durch Steuersubventionen aufrecht erhalten, genauso verhält es sich mit dem bröckelnden „Krankensystem“ ( Volksmund: Gesundheitssystem), Leistungen werden gestrichen, Beiträge erhöht, Selbstbehalte versteckt. Es gilt für jeden Bürger Eigenverantwortung zu übernehmen, sich nur auf den Staat und seine Sozialsystem zu verlassen, heißt verlassen zu werden.

Fazit:

Ein Jeder kümmert sich am liebsten um das Schöne, um das Jetzt, nicht um das Morgen und Übermorgen. Nur wer für sich und seine Familie eigenverantwortlich handelt und das Ergebnis seiner geronnenen Arbeit, nämlich sein monatliches Entgelt u.ä. und seinen Sparvorgängen hieraus mit seinen zukünftigen Wünschen und Bedürfnissen abgleicht, der wird für die kommenden Herausforderungen gewappnet sein.

Man überprüfe seine Finanzen, seine Versicherungen und Sparformen, denn Änderungen durch die Politik und durch Misswirtschaft im maroden Finanzsystem werden vielen Anlegern erst bewusst, wenn es zu spät sein wird.

„Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“ (Zitat J.D. Rockefeller)