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Hier legt die deutsche Rentenversicherung Geld an

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Montag, 6. August 2012

Informationen zu den Geldanlagen der gesetzlichen Rentenversicherung

In Krisenzeiten wird sich so mancher gesetzlich Renten-Versicherte fragen; wie sicher sind denn meine Rentenversicherungsbeiträge. Die Rentner fragen sich; bekomme ich meine Rente auch weiterhin pünktlich. Und die Jungen fragen sich; bekomme ich überhaupt noch eine gesetzliche Rente oder zahle ich nur noch Rentenversicherungsbeiträge ein.  Siehe auch: Altersvorsorge, Mittelherkunft und Mittelverwendung

Die Deutsche Rentenversicherung Bund  

hat heute eine Mitteilung raus gegeben die einige Fragen beantworten dürfte. Da nicht alle Verbraucher die Informationen so erhalten, haben wir den Originaltext kopiert und stellen den Selben hier nochmals zur Verfügung. Unter dem Link Deutsche Rentenversicherung Bund können Sie weitere Informationen erhalten.  

Wo legt die Rentenversicherung ihr Geld an?

Montag, 6. August 2012, die Deutsche Rentenversicherung Bund dazu:

Rentnerinnen und Rentner wollen jeden Monat pünktlich ihre Rente. Das gilt auch in Krisenzeiten und bei einer sinkenden Zahl von Beitragszahlern. Um jederzeit leistungsbereit zu sein, legt die Deutsche Rentenversicherung darum Beitragsüberschüsse an.

Rentenanlagen:

Stand Juli 2012. Foto: Bundesregierung.

In Deutschland gibt es gegenwärtig rund 52 Millionen Beschäftigte, die Beiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Demgegenüber stehen gut 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Die Rentenversicherung errechnete für 2011 Einnahmen in Höhe von circa 249 Milliarden Euro und Ausgaben in Höhe von circa 245 Milliarden Euro.

Was macht die Deutsche Rentenversicherung mit den überschüssigen Beiträgen, die nicht für die monatlichen Rentenzahlungen verwendet werden?

Darf sie Geld wie jeder Normalbürger anlegen und damit Gewinne erzielen?

Sicherheit geht vor Gewinn

Die Deutsche Rentenversicherung muss eine Nachhaltigkeitsrücklage vorhalten. Diese ist „liquide“ anzulegen. Als liquide gelten alle Vermögensanlagen mit einer Laufzeit, Kündigungsfrist oder Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten. Erste Priorität der Deutschen Rentenversicherung ist in jedem Fall eine pünktliche Auszahlung der Renten. Erst an zweiter Stelle darf die Rentenversicherung einen maximalen Ertrag bei der Vermögensanlage erzielen.

Die Finanzierung der Gesetzlichen Rentenversicherung beruht auf dem „Umlageverfahren“, das heißt: Die Beiträge der Versicherten werden unmittelbar für die Renten der heutigen Rentnerinnen und Rentner verwendet, also „umgelegt“. Etwa 70 Prozent der Ausgaben werden über Beiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanziert, den Rest übernimmt der Bund aus allgemeinen Steuermitteln.

Der Begriff „Nachhaltigkeitsrücklage“ wurde bis 1977 als „Rücklage“ und bis zur Verabschiedung des Rentenversicherungs--Nachhaltigkeitsgesetz 2004 als „Schwankungsreserve“ bezeichnet. Bislang war es das Ziel, Schwankungen im Beitragsaufkommen im Laufe eines Jahres durch die Schwankungsreserve aufzufangen und damit die Liquidität der gesetzlichen Rentenversicherung zu sichern.

Die Nachhaltigkeitsrücklage muss heute auch konjunkturelle Schwankungen auffangen.

Bis zum Jahr 2001 war die Nachhaltigkeitsrücklage auf mindestens eine Monatsausgabe der Rentenversicherung festgelegt. Nach 0,8 Monatsausgaben in 2002 und 0,5 Monatsausgaben in 2003 beträgt sie seit 1.1.2004 mindestens 0,2 Monatsausgaben. Der obere Zielwert (Höchstrücklage) soll 1,5 Monatsausgaben nicht überschreiten (zuvor 0,7). Der Beitragssatz soll daher so berechnet werden, dass die Höhe der Rücklage am Jahresende zwischen 0,2 und 1,5 Monatsausgaben liegt.

In guten Zeiten kann die Rentenversicherung dadurch Rücklagen aufbauen, mit denen bei ungünstiger Entwicklung der Beitragssatz stabil gehalten werden kann. Übersteigt die Reserve die Obergrenze von 1,5 Monatsausgaben, ist der Beitragssatz zu senken.

Aktien sind nicht erlaubt

Zulässige Anlageformen sind unter anderem Bankeinlagen mit Einlagensicherung (Termingelder), festverzinsliche Wertpapiere, Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen privater Unternehmen. Die Rentenversicherung nutzt auch Pfandbriefe, Index-Zertifikate mit Kapitalgarantie, Anteile an Geldmarktfonds oder Anteile an Spezialfonds mit Rentenpapieren.

Nicht erlaubt sind Anlageformen, wie Aktien, Firmenanteile, Fonds mit Aktienanteilen oder Wandeilschuldverschreibungen mit Aktienwahlrecht. Die Anlagen erfolgen grundsätzlich in Euro.

Die gesetzlichen Vorgaben für eine Anlage überschüssiger Beiträge sind im Sechsten Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung (SGB VI), §§ 216 ff., geregelt.

Mit strengen Vorgaben durch die Krise

In der gegenwärtigen Finanzkrise hat die Deutsche Rentenversicherung für Bankeinlagen die Vorgaben für sich selber sogar verschärft. Eine Geldanlage erfolgt ausschließlich in den Kreditinstituten, bei denen die Einlagen gesichert sind. Dafür wird gründlich der Markt beobachtet, laufend die Bonität eingeschätzt, Rating- und Medienberichten ausgewertet sowie die Einlagenobergrenze festgelegt. Die Nachhaltigkeitsrücklage wird fast ausschließlich in Termingeldern und Tagesgeldern mit einer durchschnittlichen Anlagedauer von rund 90 Tagen angelegt.