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Altersrente: Minijobs, Müssen, Wollen, Langeweile?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Erich Sixt vom gleichnamigen Autoverleiher: "Die ganze Betriebswirtschaft basiert doch auf einem einzigen Axiom: dass der Mensch rational handelt. Aber er tut es nicht. Und deshalb können Sie das alles vergessen."

Immer mehr Rentner in Minijobs

Wie glaubwürdig sind Statistiken?

"glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast". So könnte man die jeweiligen "Berechnungen" kommentieren. Sicherlich sind die Einen wie die Anderen "richtig" je nach politischer Zugehörigkeit oder "Glaubensgemeinschaft".

Die Einen wollen mit 65 Jahren nicht Schluss machen weil sie sich noch fit fühlen oder Selbständig sind. Der anderen Gruppe fällt zu Hause die Decke auf den Kopf. Ein nicht unerheblicher Teil wird aber aus purer Not heraus weiter mit einem Minijob die Rente Aufbessern müssen.

Daraus folgert die Rentenpolitik

Die längeren Lebensjahre fördere auch die Bereitschaft der Menschen länger zu Arbeiten. Jetzt ist natürlich fraglich ob es wirklich bloße Langeweile ist mit 65 Jahren putzen zu gehen, Hausmeisterdienste zu absolvieren oder Werbeblätter auszutragen, und so weiter. Sicherlich wird auch ein "elitärer Kreis" von Menschen durch qualifizierte Ausbildung und Unentbehrlichkeit (Fachkräftemangel) einer angesehenen Beschäftigung nachgehen.

Der Satz: "meinen Ruhestand habe ich mir mal anders vorgestellt" wird aber bald die Politik einholen.  Die Beiträge zur Rentenversicherung sollen 2013 auf 19 Prozent sinken. Das sind pro Arbeitnehmer ca. 6 bis 8 Euro im Monat. Damit will von der Leyen das die Jungen eine private Altersvorsorge aufbauen (?)

Hierzu ein paar Renten-Zahlen:

  • 600 000 der 20 Millionen Ruheständer auf Grundsicherung angewiesen. Allerdings ist das mit der Grundsicherung so eine Frage. Nicht hinterfragt werden die Rentner die mit einem Partner zusammen eine Rente erreichen in denen ein Partner alleine die Grundsicherung aber erhalten würde. Man könnte auch von "Notgemeinschaften" sprechen. Denn genau diese jetzige Rentnergeneration ist noch so geprägt "zum Amt würde ich nie gehen". Also ist die Dunkelziffer sicherlich weit höher als die genannten 600.000 die Grundsicherung zwingend beantragen müssen.
  • 760 000 Rentner gehen mittlerweile einem Minijob nach. Gewollt oder zwangsweise? 
  • Nach 35 Beitragsjahren gab es noch im Jahr 2000 im Schnitt 1021 Euro gesetzliche Rente; bis 2011 sank der Betrag auf 953 Euro. Die Rentenabsenkung kommt als Faktor "Grundsicherung" weiter dazu. Bis 2020 fällt die Rente auf ein Niveau von 43 Prozent zurück.

Daraus folgernd für die Rente:

Die Rentner welche auf eine Grundsicherung angewiesen sind wird stetig und konstant stiegen. Die Politik redet diese Zahlen weiter schön und verdrängt die kommende Altersarmut. Verarmt mit der gesetzlichen Rente. Kein Erwerbstätiger würde heute noch den Blümschen Worten von "die Rente ist sicher" mehr über den Weg trauen. Aber genau darauf hat sich mal eine ganze Generation verlassen. Nämlich genau die, die heute in der Grundsicherung landen.  

600.000 von 20 Millionen

Diese Zahl scheint heute, vordergründig, als eher gering. Schaut man hinter die Kulissen, dann ist die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre aber nur der Anfang der Fahnenstange. Die Tatsächlichen Arbeitsmarktzahlen von Niedriglöhnern, Langzeitarbeitslosen, Werksverträgen, gebrochenen Erwerbsbiografien, Alleinerziehende, etc. (um nur einige zu nennen) kann nicht darüber hinwegtäuschen das diese Renten später werden zum Leben noch zum Sterben reichen werden.  

Noch geht es den meisten Rentnern gut?

Na ja, im Moment und im Heute vielleicht. Wird sich der Arbeitsmarkt so drehen das ältere Arbeitnehmer auch länger arbeiten können und dürfen? Schon heute werden aus den Krisenregionen Europas Fachkräfte angeworben. Billiger, mit befristeten Arbeitsverträgen, Werksverträgen, etc. Gerade die Dienstleistungsbranche, Pflegebranche bekleckert sich in der Bezahlung nicht gerade mit Ruhm. Gehen diese Menschen später alle wieder zurück in ihre Heimatländer? und was wenn nicht? Auch diese Menschen werden dann keine auskömmliche Rente erhalten.

Beitragssenkung der Rentenbeiträge

Ab 2013 werden die Rentenbeiträge (voraussichtlich) auf 19 Prozent sinken. Weniger Rentenbeiträge, weniger Rente. Renten-Politik die keiner versteht. Ich jedenfalls nicht. 

Wer für seine Rente vorsorgen will und das auch bewusst tut, der muss nicht auf "Politiker-Geschenke" warten, der handelt für sein Vermögen und die zukünftige Altersvorsorge eigenverantwortlich und selbstbestimmt. Ob er das allerdings noch in der klassischen Lebensversicherung, privaten Rentenversicherung oder Riester tut mag ich bezweifeln.

Inflation z. Z. 2 Prozent, Garantiezins 1,75 Prozent, z. Z. versprochene Rendite bei Lebensversicherungen, privaten Rentenversicherungen und Riester-Verträgen (fast -risikoarm) ca. 3 Prozent in der Lebensversicherung im Durchschnitt..., rechnen können Sie ja selber was dabei für sie nach 20 oder 25 Jahren raus kommt.  

Absicherung der Existenz und der allgemeinen Lebensrisiken

Fragen, Antworten? Kontaktieren Sie uns, wir nehmen uns Zeit für eine ausgiebige Analyse und konstruktive Vorschläge. Geldwerte? Sachwerte?- dazu Professor Josef Koblitz: „Information ist die Reduktion von Ungewissheit.“

Beratung: siehe auch: Beratung, Haftung, Sachwalterurteil