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Arme und Reiche, Realitätsverlust oder politisches Kalkül?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Ludwig Erhards politischem Ziel

Immer mehr Arme und immer reichere Reiche

Quelle: Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung – KIWIFO -02.04.2012. Der Inhalt dieser Schrift darf beliebig in unveränderter Weise und unter Angabe der Quelle vervielfältigt und verbreitet werden. 

Arm und Reich

Von Ludwig Erhards politischem Ziel, das Ressentiment zwischen Arm und Reich zu überwinden, sind wir weiter weg denn je. Ludwig Erhard schrieb 1957 zu Beginn seines Buchs "Wohlstand für alle", dass er als sein wichtigstes politisches Ziel die alte Gesellschaftsstruktur von Arm und Reich beseitigen und eine Gesellschaft mit "breitgeschichteter Massenkaufkraft" erreichen will.

Hier seine bemerkenswerten Ausführungen:

"... So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, dass ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.

Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet.

Die Neugestaltung unserer Wirtschaftsordnung musste also die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dieser einer fortschrittlichen Entwicklung entgegenstehende Zustand und damit zugleich auch endlich das Ressentiment zwischen 'arm' und 'reich' überwunden werden konnten. Ich habe keinerlei Anlass, weder die materielle noch die sittliche Grundlage meiner Bemühungen mittlerweile zu verleugnen. Sie bestimmt heute wie damals mein Denken und Handeln."

Wohlstand für alle?

"Opa überfällt Bank für kranken Enkel" weil die Krankenkasse die Therapie nicht übernehmen will. Verzockte Altersvorsorgen von Versicherungen und Bankern. Immer mehr Rentner müssen arbeiten weil die Rente nicht reicht. Renten weiter im Abwärtstrend von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent. Niedriglöhne in Deutschland - Mitschuld an der Euro-Krise? Weitere Staatsverschuldung trotz horrender Steuereinnahmen. Was ist an der Sozialversicherung noch sozial? GKV`en verschleudern Einnahmen von Versichertengelder.

Union einigt sich: Betreuungsgeld und Riester-Vorsorge um drohende Klagewellen auf den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz abzuwenden? Die Themen wären beliebig fort zu setzen.

Tatsache ist ist aber, der Staat hat kein Einnahmeproblem, der Staat hat ein gestörtes Verhältnis zu den Ausgaben.

Milliarden versenkter Steuergelder ohne Sanktionen

Das Schwarzbuch zeigt auch 2012 dramatisch wie Politiker und Behörden mit dem Geld der Steuerzahler um gehen. Ein Superbeispiel dürfte die Elb-Philharmonie in Hamburg, der Nürburgring und der Flughafen Berlin / Brandenburg (BER) exemplarisch sein.

Seit Jahrzehnten wird dieses Schwarzbuch veröffentlicht. Geändert hat sich am Verhalten der Verantwortlichen nichts. "Jedem Politiker sein Denkmal"? Im Zweifelsfall treten sie mit einem "goldenen Handschlag" zurück und gehen in Rente. Es ist eben leichter das Geld der Steuerzahler auszugeben als verantwortlich zu denken, zu planen und zu handeln.

Welche Eurokrise?

"Deutschland profitiert vom Euro und steht so gut wie kein anders europäisches Land da". Arme Rentner, niedrige Löhne, Hartz 4, Rezession, Inflation, Wirtschaftseinbruch?

Alles nur Schwarz-Malerei?

Verschwörungstheorien und Panikmache einer Neidgesellschaft? Ich glaube so einfach kann und sollte man es sich nicht machen. Aber es ist Wahlkampf und so müssen Wahlgeschenke verteilt werden. Schließlich wollen alle Akteure wieder an die Macht. Allen voran: Frau Dr. Angela Merkel.