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Demenz und die Pflege

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Private Pflege- Zusatz-Versicherung; was zählt ist das Kleingedruckte nicht die blumigen Worte und Versprechungen!

Der lange Weg ins vergessen

Vielen Demenz-Erkrankten ist auf den ersten Blick diese Krankheit nicht anzusehen. Viele sind körperlich noch recht agil und könnten ihren täglich Ablauf verrichten, wenn da nicht das vergessen wäre. Schleichend und oft unbemerkt beginnt der langsame und lange Weg in Vergangenheit, in das Vergessen. Erschreckend ist die Zahl der heute bereits erkrankten von ca. 1,2 Millionen Menschen. Die Zahlen steigen dramatisch.

Mehr oder weniger Pflegebedürftigkeit

Bis vor kurzem wurde in den Pflegestufen eine Demenz-Erkrankung nicht berücksichtigt. Erst mit der Pflegestufe „0“ wurde dem Rechnung getragen. Mit der Bahr-Pflege ist ab 2013 auch die staatliche Förderung zur Pflegezusatzversicherung möglich.

Auszug aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Pflegestufe "0"

Wie verbessert sich die Heimbetreuung von demenziell erkrankten Menschen?
Auch das Leistungsangebot in Heimen wird durch gesonderte Angebote der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung für demenziell erkrankte Bewohner verbessert. In vollstationären Dauer- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen kann zusätzliches Betreuungspersonal für Heimbewohnerinnen und -Bewohner mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf eingesetzt werden. Diese Kosten werden durch die gesetzlichen und privaten Pflegekassen entsprechend den vereinbarten Regelungen getragen. Pflegebedürftige und Sozialhilfeträger werden nicht mit Kosten belastet. Für rund 25 demenziell erkrankte Heimbewohnerinnen und -Bewohner soll eine Betreuungskraft vorgesehen werden. So wird neben der Verbesserung der Betreuung demenziell erkrankter Pflegebedürftiger im ambulanten Bereich auch ihre Betreuung im Pflegeheim deutlich verbessert.

Demenz, Alzheimer „normal“

Früher, in den Mehrgenerationen-Familien ist diese Erkrankung, wenn auch nicht namentlich benannt, als Altersvergesslichkeit hingenommen worden. In der Familiengemeinschaft wurden Eltern, Oma, Opa versorgt und es war eine Selbstverständlichkeit die „Alten“ in den normalen Tagesablauf und je nach Fähigkeiten, mit einzubinden.

Das hat sich mit dem Auseinanderbrechen der Familienstrukturen und der Erwerbstätigkeit von Kindern und Enkel dramatisch geändert. Viele Demenzerkrankte müssen aus diesem Grund in Tagesstätten und Heimen gepflegt werden.

Kosten übersteigen die Rente und Pflegeversicherung

Da Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben sind es auch diese Frauen mit oftmals wenig Rente die dann der Sozialhilfe anheim fallen. Kinder sind zum Elternunterhalt verpflichtet wenn Rente und Pflegeversicherung nicht ausreichen. Heute, in der nächsten Generation, sieht die Kostensituation nicht wesentlich anders aus. Mögen die Gründe für niedrigere Renten andere sein, reicht das Geld für eine menschenwürdige Pflege nicht aus.

Private Pflegezusatzversicherungen

Wie schon bei Riester, so kann man sich zukünftig dann über den Sinn oder Unsinn der staatlichen Förderung zur Bahr-Pflege trefflich streiten. Der Satz „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ bekommt mit diesen Produkten und den Steuergeldern eine völlig neue Bedeutung.

Steht schon die Frage im Raum „wo sind die staatlichen Zuschüsse zur Riester-Rente geblieben, kann in Zukunft die gleiche Frage die Bahr-Pflege treffen. Von der „vergessenen“ Zuglagenanforderung mal abgesehen.

Trotzdem bleibt die private Pflegezusatzversicherung ein Baustein bei den Absicherungen der biometrischen Risiken als eine der Wichtigsten Versicherungen überhaupt.

Pflege kann jeden treffen, die Frage ist nur wann

Ehrlich, auf den Staat alleine möchte und kann ich mich nicht verlassen. So sagt Gesundheitsminister Daniel Bahr sinngemäß; die Sozialversicherungen sind Grundversicherungen und keine Vollkaskoversicherung.

Der Gedanke dem jetzigen Sozialversicherungssystem in Ausschließlichkeit in die Hände zu falle macht mich schon heute krank. Meine Selbstbestimmung und Eigenverantwortung für einen menschenwürdigen Lebensabend will ich nicht dem Staat überlassen.

Absicherung der biometrischen Risiken

Diese Absicherungen sind wichtige denn je geworden. Sichern sie nicht nur meine Rechte auf Selbstbestimmung, sie schützen auch meine bestmögliche Pflege und medizinische Betreuung.