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Gesundheitsfragen, Ehrlichkeit zahlt sich aus

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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"Vergessen" kann den Versicherungsschutz kosten

Immer wieder haben wir darauf hingewiesen das Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden müssen. Besonders bei Online-Abschlüssen wird gerne mal der eine oder andere Arztbesuch oder Erkrankung "vergessen".

Fatale Folgen beim Versicherungsschutz

Das Landgericht Coburg hat (wieder mal) ein Urteil gefällt. Aktenzeichen: 21 0 50/11. Was war passiert? Eine Person hatte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und ein paar Arztbesuche nicht erwähnt. Gesundheitsfragen müssen in der Regel auf die letzten 5 bis 10 Jahre beantwortet werden.

Nach 1 1/2 Jahren forderte der Kunde Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Die Versicherung lehnte ab, trat vom Vertrag zurück, der Kunde zog vor Gericht und verlor.

Versicherungen graben nach

Da der Mann bei Vertragsabschluss die Arztbesuche verschwiegen hatte trat die Versicherung vom Vertrag zurück. Versicherungen graben grundsätzlich bei Leistungsansprüchen nach ob die Gesundheitsfragen bei Vertragsabschluss vollständig und ehrlich beantwortet wurden. Mit der Entbindung der Schweigepflicht gibt der Antragsteller dazu sein Einverständnis. So auch in diesem Fall. Die Versicherung hatte recherchiert. Die Arztsuche und die Erkrankungen wurden so zu Tage gefördert.

Zu Recht so die Richter und wiesen die Klage ab

Begründung: Werden Krankheiten verschwiegen, so ist davon auszugehen das dies der Antragsteller vorsätzlich und arglistig tue. Folge: Versicherungsschutz ade.

Onlineabschlüsse einfach - nicht durchschaubar

Immer wieder das Kleingedruckte und die Gesundheitsfragen? Solange der Leistungsfall nicht eintritt ist die Versicherungs-Welt meistens in Ordnung. Tritt der Leistungsfall ein, kann das böse Erwachen folgen. Das kann allerdings auch beim Versicherungsmakler welcher die Beratung durchführt passieren. Gibt der Kunde vorsätzlich Erkrankungen nicht an ist das Ergebnis das Selbe. Wurde ein Beratungsprotokoll geführt dürfte der Versicherungsmakler auf der sicheren Seite sein.

Aber, nicht jede Erkrankung führt zur Ablehnung oder zum Ausschluss. Eine gute Beratung und Ehrlichkeit wäre in diesem Fall besser gewesen. Selbst ein Risikozuschlag muss nicht für alle Zeiten Gültigkeit haben.  

Versicherungen, Online oder Beratung?

Die Fachmakler der biometrischen Risiken klären Erkrankungen vorher ab und informieren den Kunden ausführlich. Also: Ehrlichkeit zahlt sich aus. Das gilt generell und für alle Versicherungen mit Gesundheitsfragen und auch auf die Frage Raucher oder Nichtraucher.