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Versicherungsschutz neben Wochenendeinkauf

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Kaffeeverkauf plus Versicherungsschutz in einer Tüte

Landgericht Hamburg mit Urteil vom 30.04.2010, Aktenzeichen: 408 O 95/09. Tipp-Geber oder Vermittler mit Provision-Anspruch? Seit Jahren streiten sich Gerichte, Verbände und Verbraucher darüber was den Versicherungsvermittlung nun wirklich ist. Versicherung-Beratung oder Onlineabschluss

Eins ist wirklich Richtig;  

Selten geht es den großen Versicherung-Vergleichsportalen und Versicherungsportalen um den Kunden und dessen richtige und rechtssichere Absicherung.

Es geht um viel Geld und Provisionen. Schon lange ist klar das kein Verbraucher das Kleingedruckte der Versicherungspolicen in ihrem Versicherungschinesisch wirklich lesen und rechtssicher deuten kann. Billig, billiger am aller billigsten, so die Werbung in ihren Überschriften.

Kommt der Leistungsfall steht der Verbraucher oft im Regen und alleine vor der Ablehnung.  

Fachkundige Versicherungsmakler

Der Verbraucher ist mit "Geiz ist geil" so zugedröhnt worden das er oft vergisst das Versicherungsverkauf wenig mit dem Preis zu tun hat. Das was zählt sind die Inhalt und nicht die Werbeversprechen der Versicherungskonzerne oder Versicherungsverkäufer.

Hier könnte das Sachwalterurteil für Versicherungsmakler dem Verbraucher hilfreich sein.  

Mündige Bürger in Eigenverantwortung. Die Entscheidung kann nur beim Verbraucher liegen

Es ist wie beim Auto. Das Wort Auto beschreibt einen fahrbaren Untersatz mit 4 Rädern und einem Dach. Von der Premium-Luxus-Karosse bis zum Studentenvehikel ist alles Auto.

So ist es auch bei Versicherungen. Die Überschrift ist eine pauschale Definition für ein Produkt. Das Premium oder Vehikel enthalten kann. Die Frage ist was wollen Sie und wo liegen Ihre Ansprüche. Gleiches gilt bei und Ihrem Versicherungsbedarf und Ihrem Versicherungsschutz.  

Beratung kostet Zeit

Sowohl für den Verbraucher als auch für den Versicherungsmakler. Für den Kauf eines Autos nimmt sich der Verbraucher in Durchschnitt 28 Stunden Zeit. Für den Kauf einer Versicherung, egal welcher, im Durchschnitt 3 Stunden. Das spricht für sich. Das Ergebnis.

Meisten ist dann das Auto auch besser versichert als der Fahrer, sein Leben, seine Familie und seine Arbeitskraft.  

Verbraucherschutz nicht immer Sache der Verbraucherschützer

Wieder wird bestätigt, dass Verbraucher nicht wirklich geschützt werden, wenn es um deren Rechte und Transparenz in Beratungen geht. Ob es die schlichte Ignoranz von angezeigten strittigen und damit zu prüfenden Sachverhalte ist oder ob diese Themen auf die „Lange Bank“ kommen, ist dabei nebensächlich.

Das Kind liegt im Brunnen, wenn keine Klarheit für den Verbraucher besteht

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hat die Berufung der Tchibo Direct GmbH gegen ein Urteil des Landgerichts (LG) Hamburg zurückgewiesen.

DAS Hamburger Landgericht hatte verboten, über Internetportal Versicherungen zu vermitteln und Finanzdienstleistungen anzubieten, ohne hierfür eine gesetzliche Genehmigung zu haben (LG Hamburg, Urteil vom 30.04.2010, Az.: 408 O 95/09). Die wesentliche Grundlage der Entscheidung war, die Prüfung des Sachverhaltes, ob Tchibo nur als „Tippgeber“ zu betrachten und damit von einer Genehmigungspflicht befreit war oder ob tatsächlich eine Versicherungsvermittlung stattgefunden hat.

Das OLG Hamburg stellte klar fest, dass die Tchibo-Aktivitäten für einen reinen Tippgeber zu weit gingen, da nicht nur Kontaktdetails weitergegeben, sondern dem Kunden die Möglichkeit zu einem Online-Abschluss für konkrete Produkte offeriert wurden. Die Revision wurde zugelassen, womit Tchibo das Urteil dem Bundesgerichtshof zur Überprüfung vorlegen kann.

Auch hier war sicherlich der Umsatzgedanke Vater der Handlung

Aber sicherlich nicht die Beratung und Vermittlung persönlich abgestimmten Versicherungsschutzes. Eine Vermittlung von Versicherungsschutz hat grundsätzlich im Vergleich mit Alternativen, die der Markt bietet und erst nach einer Analyse, welches denn der wirklichen Kundenbedarf ist und sein wird, zu erfolgen.

Alles andere ist Umsatzgier, so meine Meinung

Betrachte man die letzten Jahrzehnte, gesteuert von Aktivitäten der Strukturvertriebe, so ist der schlechte Rufe der Branche klar in der Ursache erkennbar.

Immer wieder wurden bunte Bildchen“ und gut klingende Werbeslogans als Beratung interpretiert und Missverstande sowie deren "Missverständnisse" vorprogrammiert.

Der Staat versagte, der Verbraucherschutz schaute weg

Wer sich absichern will, sollte sicher gehen,  dass der, der ihn berät, in diesem Bereich spezialisiert ist. Die Versicherungsverträge sind derart verklausuliert, das Spezialisierung zwingend notwendig ist um wirkliche Leistungen für gezahlte Beiträge erwarten zu können.