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Der Finanzdienstleister von heute:

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Autor: Thomas Hennings. Ihre Fragen richten Sie bitte an: service(at)duebbert-und-partner.de

Systematisch gefangen und gefangen im System?

Der freie Finanzmakler ist von den Lobbyisten wie Banken und Versicherung unerwünscht.

Die Regulierungen im Finanzsektor waren und sind bitter nötig, aber die oftmals zitierten Begründungen, dass der finanzielle Schaden durch unabhängige Finanzmakler zu groß sei, ist meinem Verständnis nach eine Farce.

Die größten finanziellen Verluste

durch fehlerhafte Kapitalanlagenvermittlungen sind durch Banken, Versicherungen und Investmenthäuser geschehen, getrieben auch durch die hohen Erwartungen der Aktionäre, der Vorstände, die wiederum an hohen Bonifikationen für ihre „Erfolge“ interessiert waren bzw. fortwährend sind, hier gilt: Gier frisst Hirn!

Vertriebe

Der freie Finanzmakler, allen voran die strukturierten Vertriebe, „fangen“ regelrecht neue Mitarbeiter durch hohe Provisionsversprechungen, Aufstiegschancen und knebeln zum Teil diese sog. „Mitarbeiter“ mit ethisch moralisch verwerflichen Verträgen. Vielmehr müsste man diese nicht Mit- sondern „Zuarbeiter“ nennen, da hier diese Menschen systematisch, mit Strategie und mit vielen Emotionen in den Vertrieb gebracht werden.

Übrigens Vertrieb kommt von vertreiben!

Nach kurzer Verweildauer setzen bereits die ersten erfolgreichen Manipulationen ein. Die Mitarbeiter leben nur noch für „ihr“ Vertriebsunternehmen, schauen nicht mehr nach links und nicht mehr nach rechts, auch die eigene Freunde werden immer wenige, sind ja mittlerweile Kunden geworden.

Es gilt nur noch der Verkauf, keine Beratung, kein analytisches Vorgehen, keine fundierten Aussagen über wichtige Hintergründe für den Kunden über das Geld- und Finanzsystem, zum Beispiel bei der Kapitalanlagenvermittlung oder auch Versicherungsvermittlung. Schließlich wollen die „Zuarbeiter“ auch in die nächst höhere Titel- und Verdienststufe.

Eine andere „Gefangenschaft“

ergibt sich aus den Vergütungsmodalitäten in der allgemeinen Finanzdienstleistung. Es gibt die Vergütung auf Honorarbasis und auf Provisionsbasis, das heißt die Provisionen sind in den jeweiligen Finanzprodukten inkludiert. Das Honorarmodell ist prinzipiell ein zu befürwortendes, nur ist der deutsche Kunde im Schnitt noch zu weit in seiner Denke davon entfernt, höherwertige Dienstleistungen und Beratungen gegen Honorar zu bezahlen.

Der Steuerberater und Rechtsanwalt genießt dagegen die Anerkennung und die rechtliche Grundlage, nur gegen Honorar eine Dienstleistung oder Beratung durchzuführen.

In der Finanzbranche, vor allem im Lebensversicherungsbereich beinhalten die Produkte in der Spitze extrem hohe Abschluss- und Folgeprovisionen, gekoppelt mit jahrelangen Stornohaftungszeiten. Das heißt bei Stornierung eines oder mehrere dieser Verträge für einen Berater, muss dieser nicht nur weiterhin Neugeschäft akquirieren, er muss zudem das anteilig stornierte Geschäft, welches bereits 1, 2 oder 3 Jahre her ist, ausgleichen. (Rückzahlung der erhaltenen Provision oder des Honorars).

Man stelle sich das bei einem Autoverkäufer vor, der seinen Verdienst anteilig zurückzahlen müsste, weil der Kunden nach zwei Jahren das damals bei ihm erworbene neue Auto verkauft hat! In diesem Hamsterrad befindet sich generalstabsmäßig die gesamte Branche, einschließlich Banken, Versicherungsagenten und die o.g. Vertriebsunternehmen, die allesamt solche Produkte vermitteln. Das Problem liegt wie so oft im System und ist auch so gewollt, sonst würden die Berater / „Zuarbeiter“ der erwähnten Institutionen ja nicht mehr „laufen“ und verkaufen!

Kontaktieren Sie qualifizierte (Nachweise unbedingt vorlegen lassen) unabhängige Maklerunternehmen

die keine Vertriebsstrukturen beinhalten und die gleich zu Beginn die Vergütungen mit Ihnen absprechen und Ihnen auch die Kostenverteilungen der Anlageformen transparent darlegen können, das heißt auch nicht mit lfd. Stornierungen konfrontiert werden können (also alle NICHT-Lebensversicherungsberater).

Ansonsten werden auch Sie, wenn auch unverschuldet, zu einem Teil des Hamsterrades, da jeder einzelne Kunde die Kosten der hohen Provisionen und Stornierung gemeinschaftlich trägt.