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Einlagensicherung: Der große Trugschluss?

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Investment

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Autor: Thomas Hennings, - ist seit über 10 Jahren Experte für Makroökonomie und Sachwertlösungen. Kontakt

Die Spareinlagen von Bankkunden in Deutschland sind sicher

das wurde und wird den Bürgern stets suggeriert. Mit dieser „fulminanten“ Sicherheit warben über 170 Mitglieder des Fonds für Girokonto, Termingelder und Sparbücher, um die verunsicherten Kunden seit 2008 zu besänftigen und sie vor dem Abräumen ihrer Konten zu hindern. Es sei die Frage erlaubt, wie viele Gelder bisher eigentlich in den Sicherungsfonds eingezahlt wurden und ob diese Summen für mögliche Bankeninsolvenzen annähernd ausreichen?

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) gibt auf diese sensiblen Fragen keine Antworten und keine Zahlen preis. Was könnten die Gründe hierfür sein? Sind bei weitem gar nicht alle Spareinlagen gesichert?

Gehen wir der Thematik einmal näher auf den Grund.      

Der Einlagensicherungsfonds wird durch ein regelmäßiges jährliches Umlageverfahren

von den Mitgliedern finanziert. Im Entschädigungsfall, werden nur bestimmte Kundenvermögen durch den Fonds ausbezahlt.

Die Sicherungsgrenzen sind bis zu einer Höhe von max. 100.000€ durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) gedeckt und beziehen sich auf Gelder auf Girokonten, Sparbücher, Termingelder und Sparbriefe von Privatpersonen, Personengesellschaften und kleinen Kapitalgesellschaften.

Darüber hinaus können private Banken freiwillig dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. beitreten. Konkrete Auskünfte über die bisherigen Einzahlungshöhen sind auch hier nicht zu erhalten.

Schelm wer Böses dabei denkt!

Im Jahre 1976 haben sich private Banken

im ursprünglichen Einlagensicherungsfonds zusammengeschlossen. In diesem Zeitraum sind bisher 32 „Bankentschädigungsfälle“ eingetreten (durchschnittlich ergäbe das ca. eine einmal jährliche Entschädigung), in denen die Kunden einer Fast- oder Pleitebank entschädigt werden mussten.

Soweit so gut…bisher

Kommen wir zurück zum aktuellen Sicherungsfondsvermögen. Wenn also größere oder mehrere kleinere Bankinstitute in absolute Schieflage geraten, dann wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aktiv und es tritt ein Moratorium in Kraft (Zahlungs- u. Veräußerungsverbot, aber Einzahlung auf die Konten sind natürlich weiterhin erlaubt) und der Sicherungsfonds müsste die Summen bis 100.000€ pro Kunde und pro Bankinstitut nach bestimmten Abläufen auszahlen.

Die Politiker, Banker und die BaFin wissen

um die gnadenlose Unterdeckung bei einer größeren Bankeninsolvenz oder bei einer Verkettung von mehreren Insolvenzen.

Die Deckungssummen werden nicht ausreichen, die so oft zitierten Sicherheiten sind Versprechungen, die dann nicht gehalten werden können. Im Übrigen haben die Kunden keinen Rechtsanspruch auf eine Entschädigung, wäre dieser gegeben, dann wäre der Einlagensicherungsfonds eine Versicherung und es fiele Versicherungssteuer an, das Verfahren wäre komplizierter und extrem teurer.

Es wurde damals zwischen Gründungsgremien festgelegt, auf einen Rechtsanspruch zu verzichten. Selbst wenn Politiker vor die Kamera treten und dem deutschen Fernsehzuschauer mitteilen…„Ihre Einlagen sind sicher“, dann denken Sie bitte daran, was damit konkret bezweckt werden soll!

Denn das moderne Geldsystem ist auf Vertrauen aufgebaut, schwindet das Vertrauen, dann gerät das System in extremst Gefahr.

Siehe auch: Die Kernschmelze unseres Finanzsystems 2010-2011-2012-2013 ....

Thomas Hennings ist seit über 10 Jahren Experte für Makroökonomie und Sachwertlösungen