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Qualitätsfeindliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen

Heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe unserer Informationsreihe "Die DGVP informiert". Wir wollen mit dieser Reihe auf konkrete Fragen der Bevölkerung eingehen, Situationen aus dem alltäglichen Umgang mit dem Gesundheitswesen erklären, Hintergründe und Konsequenzen aufzeigen. Haben auch Sie eine konkrete Frage? Gerne nehmen wir Ihr Thema auf!

Wir beschäftigen uns heute mit der Frage, warum  es wichtig ist, unnütze und qualitätsfeindliche Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zu beseitigen. Warum ist die Beseitigung von unnützen und qualitätsfeindlichen Rahmenbedingungen so wichtig?

Seit 1989 kämpft die DGVP

als unabhängiger, gemeinnütziger Verein - für ein effektiveres, besseres und bezahlbares Gesundheitssystem in Deutschland, das Bürgern und allen Akteuren im Gesundheitswesen zu Gute kommt. Ein Kampf, in dem "dicke Bretter gebohrt werden müssen" - denn hier stehen sich viele gegensätzliche Interessen im Weg und verhindern ein für alle Beteiligten effektives Gesundheitswesen.
Heute ein Thema, das für unsere Zukunft immer wichtiger wird: die Beseitigung von qualitätsfeindlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen.

Die Fakten:

Die starre Honorierung der Ärzte, der Krankenhäuser, der Therapeuten, der Mitarbeiter der Pflege und der Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen nach Punkten und mit Pauschalen ist qualitätsfeindlich und macht eine individuelle Behandlung des Patienten fast unmöglich. Verantwortungsvolle Akteure im Gesundheitswesen können durch individuelle Betreuung sogar einen wirtschaftlichen Schaden erleiden, wenn sie die Anforderungen des Patienten/ Pflegebedürftigen erfüllen, da diese Leistungen dann von den gesetzlichen Krankenkassen nicht vergütet werden.

Beispiel: die medizinisch notwendige Massage

gezahlt werden 15 Minuten. Dabei ist oft eine Dauer von 30 Minuten und mehr dringend erforderlich, wenn ein dauerhafter Erfolg erzielt werden soll.

Das heißt im Klartext: 15 Minuten sind für alle unsinnig. Sie kosten nur Geld und bringen nichts. Auch die Reduzierung der Anzahl physikalischer Behandlungen berücksichtigt nicht den individuellen Behandlungsbedarf für einen Patienten.

Gleiches gilt im Bereich der Pflege: Die Vergütung der Pflege nach Sekundentakt für die einzelne Maßnahme ist für die Pflegebedürftigen und die Pflegenden belastend und für die Versorgung schädlich.

Diese unsinnigen Regelungen

ziehen sich durch das ganze Gesundheitswesen, bedingt und einhergehend durch die auf Kosten-Senkung ausgelegten Maßnahmen der gesetzlichen Krankenkassen. Selbst wenn es im ersten Moment Geld spart: aus therapeutischer Sicht sind solche Vorgaben eher unnütz oder gar kontraproduktiv.