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Milliardengrab Pflege

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Pflege-Bürokratie im Wahnsinn

Da wird vom MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen) die Pflegestufe und Eingruppierung der Pflegestufe geprüft und erst mal abgelehnt, Dann wird Widerspruch eingelegt und erneut geprüft. Ist der Pflegeantrag dann positiv entschieden geht der Bürokratie-Wahnsinn auf die Pflegekräfte über und weiter. Am zeitaufwändigsten ist der Antrag auf Hilfe zur Pflege und das Verfahren zur Feststellung der Pflegeeinstufung.

Dokumentation der Pflegekräfte, das sogenannte Pflegeprotokoll

Schon heute gehen zehn Prozent der Arbeitszeit von Pflegekräften für die Bürokratie drauf. (Quelle: Bundesregierung). Jeden Tag muss dokumentiert werden wie der Zustand des Pflegebedürftigen aussieht.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Pflegestufe 3. Rollstuhl abhängig, kann nicht alleine stehen, laufen ausgeschlossen. Demenz liegt vor, weitere Krankheiten sind bestätigt.
Dokumentation: Kann der / die Pflegebedürftige alleine essen, trinken, spricht sie / er mit anderen, wenn ja wie und kann man es verstehen oder ist die Aussprache verwirrt. Nimmt er / sie an gemeinschaftlichen Geschehnissen teil. Muss der Patient zur Teilnahme animiert werden oder ist er von sich aus bereit dazu.  Dazu kommen die üblichen Fragen der eigenständigen Körperhygiene und der Toilettengänge. Fragen zum  „Allgemeinzustand“ des Pflegebedürftigen, und so weiter.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der täglichen Dokumentation.  - Dokumentationen - für jeden Patienten und für jeden Tag.

Wunderheilungen? der MDK muss wohl daran glauben

Schaut man sich diesen Dokumentationsirrsinn im täglichen, beruflichen Leben der Pflegekräfte an, so muss der MDK und das Gesundheitsministerium von Wunderheilungen überzeug sein. Oder anders betrachtet, vielleicht kann der MDK ja die Pflegestufe herabsetzen, beispielsweise von 3 auf 1, dann würde das wesentlich kostengünstiger für die Pflegekasse aussehen. - Der Mensch als Kostenfaktor. Pflegekräfte als Bürokraten im Auftrag des Gesundheitsministeriums.

Zuwenig Pflegekräfte, schlechte Bezahlung, zu wenig Zeit für Pflegebedürftige

Der ganze Dokumentationsirrsinn geht zu lasten der Pflegebedürftigen. Patienten werden verwaltet. Viele Missstände in Pflegeheimen und Altersheimen ist nicht nur dem Kostendruck sondern auch dem Bürokratiewahnsinn gezollt. - Zu Lasten der Patienten, Alten und Pflegebedürftigen. Geld welches die Bürokratie verschlingt und den Hilfsbedürftigen fehlt.

Handlungsbedarf Bürokratie-Abbau

“Die Studie belegt, dass der Handlungsdruck nun enorm hoch ist: In einem Pflegeheim mit 100 Plätzen werden ca. 26 Arbeitsstunden für die Dokumentation benötigt. Der bürokratische Aufwand zur Erlangung und Erbringung und schlussendlich der Dokumentation von Pflegeleistungen kostet über 3 Milliarden Euro jährlich. Wirtschaft und Verwaltung addieren sich jährlich auf insgesamt rund 450 Millionen Euro.

Dieses Geld fehlt für die Pflegekräfte, Pflegeplätze und die Pflegebedürftigen. Diese Summen müssen von den Pflegekassen, also von den Beiträgen zur Pflegeversicherung bezahlt werden.

Bürokratie kontrolliert Bürokratie?

„Experten“ müssen nun diese Prozesse, aber auch die aufwändigen Antragsverfahren genau untersuchen”. So kommentierte der für Bürokratie-Abbau und bessere Rechtsetzung zuständige Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Eckart von Klaeden, den Befund.