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Das Riestergrab

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Milliarden Steuergeld versengt

Am 15.Juli 2013 wurde also bekannt das Riester-Verträge rückläufig sind. Aber nicht nur das, angeblich sollen auch jeder 5. Riestervertag nicht mehr bedient, also nicht mehr eingezahlt werden. Das müsste Finanzminister Schäuble eigentlich freuen.  Denn dann gibt es auch keine Riester-Zulagen aus Steuergeldern mehr.

Riester einmal angedacht

Mit den laufenden Rentenabsenkungen sollte der Riester-Vertrag mal die Rentenlücke im Alter stopfen. 10 Jahre wurde den Bürgern erzählt das Riester nun das Allheilmittel gegen die Altersarmut ist.

Ganze Heerscharen von Strukivertrieben (wie sagte Maschmeyer? "sprudelnde Ölquelle Riester" für mein Unternehmen AWD) haben daraufhin bestehende Lebensversicherungen platt gemacht (gekündigt oder beitragsfrei gestellt) um Riester zu platzieren.

Die Versicherungsvertreter und die Versicherungskonzerne haben daran prächtig verdient. Herr Riester natürlich auch. Ergo muss er auch heute noch "seine" Riester-Rente verteidigen. Aber, selbst Herr Rürup musste schon zugeben das die Riester-Rente wohl nicht immer der Altersarmut entgegenwirkt.

10 Jahre Riester und ein paar Finanzkrisen weiter

Intransparenz, Niedrigzinsen, wenig Rendite, „Beipackzettel“ und die Erkenntnis das das Gesparte wohl doch nicht zur Altersvorsorge taugt, lassen die Deutschen nun wohl die Finger von Riester. Späte Erkenntnis, aber immerhin doch noch angekommen.

Und, sollte gerade den Geringverdienern die Riester-Rente schmackhaft gemacht werden, soll stellt sich nun raus, das genau diese „Zielgruppe“ gar nicht in der finanziellen Lage ist das Geld aufzubringen.

Altersrenten auf dem Prüfstand

Leider auch eine Fehlanzeige. Wer nach 35 bis 45 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsjahren in Rente geht, der erhält eine Altersrente etwas über Grundsicherungsniveau. Anders bei dem sogenannten "Eckrentner" den keiner kennt.
Hier stellt sich die Frage ob die Steuermilliarden, nämlich bis heute 8,7 Milliarden, welche in die Riester-Verträge geflossen sind und noch fließen nicht lediglich den Versicherungen zu gute kommen.
Gut gedacht, falsch gemacht, so könnte man Riester auf einen Nenner bringen. Änderungen mit der jetzigen Regierung und wohl auch mit der Zukünftigen ist nicht angedacht.

Altersarmut kein Thema

Vielleicht schauen unsere „Volksvertreter“ einfach zu viel Werbefernsehen. „meiner Eva und mir geht’s gut“... ist das der Durchschnittsrentner in Deutschland? Wenn heute ja, was wird dann mit den zukünftigen Rentnern? Ganz einfach, das Renten-Problem wird in die Zukunft verschoben.