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Schwerst behindert, Belastung der Familie zählt nicht

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Das Urteil ist unmenschlich

"sozialverträglich" sieht wohl anders aus. Eltern welche schwerst behinderte Familienangehörige pflegen haben also keinen Bedarf an Ruhe, Erholung und Entspannung. Die Bezahlung durch die Krankenkasse orientiert sich am Pflegebedürftigen und nicht an seiner Familiensituation oder an den der Familienangehörigen. So das Urteil des Sozialgericht Koblenz. Urteil vom 18.07.2013 - Aktenzeichen: S 8 K 352/13ER

Das Gesetz sagt:

Quelle: § 39a SGB V Stationäre und ambulante Hospizleistungen. „Versicherte, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen, haben im Rahmen der Verträge nach Satz 4 Anspruch auf einen Zuschuss zu stationärer oder teilstationärer Versorgung in Hospizen, in denen palliativ-medizinische Behandlung erbracht wird, wenn eine ambulante Versorgung im Haushalt oder der Familie des Versicherten nicht erbracht werden kann“.

Im Klartext:

Erst wenn die Familienangehörigen zusammenklappen, dann und sicherlich auch nur vielleicht, kann mit Hilfe gerechnet werden. Was bedeutet das für die Familienangehörigen und die Sozialkassen? Das die Pflegenden ebenfalls auf Kosten der Krankenkassen behandelt werden müssen. Vorbeugung und Vorsorge sind hier per § ausgeschlossen. Das das den Kassen teuer zu stehend kommt verschwindet dann in der jeweiligen Statistik.

Familienangehörige nicht berücksichtigt

Viele Familienangehörige stehen oftmals zwischen Beruf, Familie und pflegebedürftigen Familienangehörigen am Rande der eigenen Kräfte. Das es hier keine Verbesserung für die Betroffenen gibt zeigt das neue Familienpflegegesetz. Das die Überbelastung auch überwiegend Frauen trifft bleibt ebenfalls außen vor. (Familienpflegezeitgesetz – FpfZG).

Worum ging es in diesem Urteil

Ein junges Mädchen, 12 Jahre, schwerst erkrankt, unter starken Schmerzen leidend, aber ohne Verschlimmerung des Gesundheits-Zustands, hat kein Anrecht, Zuschüsse von der Krankenkasse für den Aufenthalt in einem Hospiz zu erhalten, damit die mit der Pflege überforderten Eltern, zu mindestens temporär, entlastet werden und nicht selbst erkranken. Soviel zu sozial in der häuslichen Pflege und der Pflegesituation in Deutschland.

Und Gesundheitsminister Daniel Bahr? Lieber GKV-Beitragsenkungen als Leistungsverbesserungen. Das gleiche gilt auch für die gesetzliche Rente. Wahlkampf 2013 eben.

Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherungen

Wir wir sehen ist das Risiko Berufsunfähig zu werden und damit ein Pflegefall zu werden nicht an das Alter gebunden. Hier muss sich auch die Frage stellen; was passiert mit einem Kind wenn die Eltern nicht mehr die Pflege sicher stellen können. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den Themen:

  • Pflege
  • Berufsunfähigkeit
  • Dienstunfähigkeit