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Mehr Wahl-Freiheit der Krankenversicherung

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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130 Jahre GKV

Die wenigsten wissen das die „gesetzliche Krankenkasse“ in diesem Jahr, nämlich genau am 15. Juni 2013, 130 Jahre alt wurde. Der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck hatte diesen Zweig der Sozialversicherung ins Leben gerufen. Versichert waren rund 10 Prozent der Bevölkerung.

Schutz von schutzbedürftigen Arbeitern

Damit ist die gesetzliche Krankenversicherung  (GKV) eine der wenigen Institutionen unseres Landes, die ihre tragenden Grundsätze über vier ereignisreiche politische Epochen, nämlich das Wilhelminische Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Dritte Reich und die Bundesrepublik im Kern erhalten konnte.

Heute: 140.000 Bundesbürger ohne Krankenversicherung

Hier reden wir nicht nur von Flüchtlingen, Staatenlosen oder Wanderarbeitern, wir reden von Deutschen Bürgern welche sich die Krankenversicherungsbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht leisten können. Wie etwa Kleinunternehmer, Rentner mit Minirenten, Geringverdiener wie kleine Subunternehmen, etc. Eigentlich eine Schande für das so "reichen" Deutschland. Krankenversicherungsschutz von schutzbedürftigen Arbeitern - Menschen - ?

Seit dem 15. Juni 1883

Von diesem Zeitpunkt an sind Industriearbeiter und Beschäftigte in Handwerks- und Gewerbebetrieben krankenversicherungspflichtig. Die Arbeitnehmer trugen zwei Drittel, ihr Arbeitgeber ein Drittel des Krankenversicherungsbeitrags. Deutschland ist damit das erste Land, das eine Sozialversicherung auf nationaler Ebene einführte.

Weitere soziale Absicherungen folgen

Weitere Sozialversicherungen folgen im Laufe der Zeit. Die gesetzliche Rentenversicherung (1889) mit Rentenbeginn 70 Jahre, 1911 kam die Hinterbliebenenrente dazu. Die gesetzliche Unfallversicherung, (1884) und in jüngster Zeit die Pflegeversicherung (1995).

Geregelt werden die Sozialversicherungen im Sozialgesetzbuch (SGB) I bis XII (1 bis 12).

Heute sind ca. 80 Prozent in der GKV

10 Prozent der Bevölkerung können sich, aus unterschiedlichen Gründen in der PKV versichern. Die Restlichen sind über die sogenannte Freie Heilfürsorge, Beispiel Bundeswehr, versichert. PKV-Versicherte, dass sind Selbständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer über der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze.

Was mal als „Fürsorge“ von Industriearbeitern und Handwerkern begann hat sich im Laufe der Jahrhunderte (fast) flächendeckend über alle Berufsschichten ausgedehnt.

Heute im Jahr 2013

Die Einen fordern die Abschaffung der PKV und wollen die Bürgerversicherung, integrierte Krankenversicherung oder wie immer das Konstrukt dann heißen mag einführen. Die Anderen fordern die Senkung der Beitragsbemessungsgrenze, Jahresentgeldgrenzen (JAE), um mehr Bürgern den Zugang zur PKV zu ermöglichen.

So der neue Vorsitzende des PKV-Verbands Uwe Laue. Zitat: "Viele haben vergessen, dass die gesetzliche Versicherung ursprünglich nur für besonders Schutzbedürftige eingeführt wurde. Das sollte auch heute noch gelten",  (Quelle: Handelsblatt)

Mündige oder entmündigte Bürger

Der Zwang in der gesetzliche Krankenkasse zu sein, auch wenn die Wahl unter den Gesetzlichen GKVen möglich ist, beinhaltet: gleichen Beitrag (Einheitsbeitrag) gleiche Leistungen (Leistungskatalog) und Abhängigkeit der Bürger zu den jeweiligen Gesundheitspolitiker und deren „Reformen“.

Wahlfreiheit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung werden dem Bürger damit entzogen.

Frei nach dem Motto: „wir (die Politiker) wissen was für die Menschen am besten ist. Das würde die Bürgerversicherung, sollte sie den kommen, drastisch belegen.

Noch haben Sie die Wahl zwischen GKV und PKV

Beide Systeme, GKV wie PKV, müssen weiter ihre Hausaufgaben machen um wettbewerbsfähig und finanziell gesund weiter existieren zu können.