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MDK, der Leidendsdruck bei Ablehnungen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Krankschreibungen, Krankengeld, Reha, Kur, Heilmittel, Hilfsmittel, Pflegestufen

Hunderttausende von Versicherten bekommen Ablehnungen über beantragte Leistungen aus der GKV. Wer seine Rechte kennt, der kann auch seine Rechte einfordern.

1,5 Millionen Gutachten im Jahr 2012

Immer wieder haben wir in unseren Artikeln darauf hingewiesen das ein Ablehnungsbescheid vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) nicht das Ende ist. Der Versicherte hat das Recht Widerspruch einzulegen und einen 2tes Gutachten einzufordern. Leider trauen sich die wenigsten Betroffenen dies auch zu fordern und geben sich mit der Ablehnung „zufrieden“.

Hochglanzbroschüren und Versprechen

Nachdem der Einheitsbeitrag mit dem Gesundheitsfonds festgezogen wurde, war der Beitragsunterschied nicht mehr Werbe trächtig. Wettbewerb hieß das neue (Leistung) Zauberwort der GKV.

Den Versicherten zum Kostenfaktor zu reduzieren kann aber nicht das neue Zauberwort der Gesundheitspolitik sein.

Der sogenannte Wettbewerb der Gesetzlichen Krankenkassen muss eingedämmt werden forderte schon der Präsident der DGVP e.V. Wolfram-Armin Candidus anlässlich der Pressekonferenz des DGVP e.V. (06.08.2013). „Deshalb darf nicht die Thematik Wettbewerb, Markt und Preis in den Vordergrund aller Maßnahmen gestellt werden“.

Der MDK und die Krankenkassen sehen das wohl gehörig anders.

MDK, Beurteilung nach Aktenlage

Oftmals hat der MDK-Mitarbeiter den Patienten nie gesehen. Im Klartext: entschieden wird nach Aktenlage, also nach Durchsicht der Krankenakten und Beurteilungen der „Gutachter“. Besonders fatal dürften derartige Entscheidungen bei Menschen mit psychischen Problemen sein. Krankschreibungen werden angezweifelt und es soll versucht worden sein, per Telefon, die Menschen wieder zur Arbeitsaufnahme zu drängen.

Wie viele Krankschreibungen so wieder aufgehoben wurden, darüber gibt es (angeblich) keine „Statistiken“. Das behauptet jedenfalls der GKV-Spitzenverband.

Der Bürger muss mündig werden

Der Druck, seitens der Patienten, auf MDK und Krankenkassen muss höher werden. Sicherlich sind Gesundheit per se und Krankheiten im allgemeinen kein Lifestyle-Thema. Tatsache ist aber auch das es morgen jeden treffen kann sich mit medizinischen Gutachten und Ablehnungen für benötigte Behandlungen, Heilmittel, Hilfsmittel, Pflegestufen, etc. auseinandersetzen zu müssen.

Wer seine Rechte kennt, der kann auch seine Rechte einfordern.

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