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Verlierer bei der Wette auf ein langes Leben: Die Kunden

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Autor: Thomas Hennings - Sachwert-Center Bremen - Vermögensmanagement mit Zukunft - Kontakt

„Langlebigkeitsrisiko“ ist eine Wette - Verlierer ist der Kunde -

Die Rentenansprüche aus der gesetzliche Rentenversorgung reichen seit Jahrzehnten alleine nicht mehr aus, daher war der deutsche Sparer frühzeitig angehalten und aufgerufen worden zusätzlich „privat“ und/oder „betrieblich“ für die Rente anzusparen.

Sehr häufig wurden und werden immer noch Lebens- und Rentenversicherungen in den unterschiedlichsten Ausprägungen hierfür gewählt.

Nun rückt der Tag einer gewählten Kapitalauszahlung immer näher

die „Bankster“ und Versicherungsvertreter, sowie auch freie Vermittler präsentieren sich in Reih und Glied. Ein Jeder möchte diese Kunden gewinnen, es wird gebuhlt, gekämpft und verglichen. Die Angebote lauten Bankentnahmepläne und sofortbeginnende Rentenversicherungen gegen Einmalzahlungen.

Die Versicherungswirtschaft hat nur ein erklärtes Ziel, Ihre damaligen Sparraten und das nun zur Verfügung stehende Kapital an sich zu binden und Ihnen somit über 50, 60, 70 Jahre Ihr Erspartes einzig und alleine für sich zu genieren, um Sie mit niedrigen Renditen abzuspeisen und es für sich gewinnbringender anzulegen!

Kommen wir zurück zur Sofortrente gegen Einmalzahlung

Geben Sie diesen Begriff einmal in das Internet ein, so gut wie keine Negativeinträge, Angebote, Vergleiche, sowie alle Gesellschaften stellen sich um die großen (Geld-)Fleischtöpfe auf. Kein Wunder, jedes Jahr fließen Milliarden Euronen in die privaten Rentenversorgungen.

Mal angenommen, Sie erfahren neutral, dass Sie sich bei einer Sofortrente gegen Einmalzahlung folgende negativen Kriterien „einkaufen“, würden Sie dann Ihr jahrzehntelanges Erspartes einem Versicherungskonzern (erneut) „übereignen“?

Die Einmalzahlung geht beim Versicherer ein

und Sie erhalten z.B. im darauffolgenden Monat Ihre Zusatzrente (kaufmännisch schon einmal unvernünftig), unterteilt in eine Garantie- und Überschussrente. Die Garantie beläuft sich gerade einmal auf 1,75% auf den Nettoinvestitionsbetrag. Ganz aktuell haben zwei der größten Versicherungskonzerne (Allianz und Ergo) Ihre „Produktwelt“ novelliert und haben keine Garantien mehr nach der alten Gattung.

Die Konzerne wissen warum, Garantien kosten erheblich Geld und die Märkte geben diese „Langlaufgarantien“ bzw. die dahinter geschalteten Wertpapiere einfach nicht mehr her. Ihre zu wählende Überschussform unterliegt gänzlich den Märkten, diese kann auch komplett Wegfallen.

Dazu vereinbaren Sie in Ihren Vertrag z.B. mit einer Rentengarantiezeit. Die besagt, dass wenn Sie innerhalb dieses Zeitraumes (z.B. 10 oder 15 Jahre) versterben, Ihre Angehörigen die Rente auch nur bis zum Ende dieser Rentengarantiezeit erhalten. Nach Ablauf dieser Rentengarantiezeit fließt das Restkapital der Versichertengemeinschaft zu. Eine tolle Erfindung, nur für wen?

Zusätzlich werden Sterbetafeln verwendet

die nachweislich nicht mehr aktuell bzw. korrekt sind, d.h. die Menschen werden älter. Zudem ist für jeden nachzurechnen, dass Sie im Durchschnitt über 90 Jahre alt werden müssen, damit sich überhaupt die (damals) getätigte Einmalzahlung mit den monatlichen Rentenzahlungen wieder bzw. „nur“ egalisiert. Obendrauf kalkulieren die Versicherer intern, dass Sie ca. über 110 Jahre alt werden, diese Kalkulation geht zu Lasten Ihrer monatlichen Rente und zwar per sofort!

Folgende Szenarien sollten Sie zusammenfassend wissen:

Ihre Einmalzahlung (gegen Sofortrente) ist ganz bewusst „sattelfest“ und nur bedingt danach zu liquidieren, d.h. auflösbar. Rentengarantiezeiten können zum Boomerang für Ihre Hinterbliebenen werden. Garantien gibt es nur auf dem Papier, der §89 VAG kann jeden Lebensversicherungskunden ereilen (prüfen Sie den §89 VAG selbst!), Mindestens 15-25% Kosten gehen schon mal automatisch an den „Versicherungsapparat“ zzgl. lfd. Kosten.

Die Finanzmärkte geben Überschüsse kaum noch her, d.h. sämtliche Zahlen in den Angeboten sind „Wunschdenken“ für die Zukunft. Und Sie müssen sehr sehr „alt“ werden, um von Ihrer Einmalzahlung auch noch lange etwas zu haben! Das sog. „Langlebigkeitsrisiko“ ist eine Wette zwischen dem Versicherer und dem Kunden.

Der Versicherer wettet im Prinzip, dass SIE als Kunden nicht so alt werden. Was meinen Sie, wer wird die Wette stets verlieren? Genau, die Kunden!