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Schadensersatzansprüche, Berliner Sparkasse

Geschrieben von Rechtsanwalt Witt am . Veröffentlicht in Finanzen

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Witt Rechtsanwälte, Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, Partnerschaftsgesellschaft. Eingetragen im Partnerschaftsregister des Amtsgerichts Mannheim Registernummer 700196

Gute Chancen

Anleger, die offene Immobilienfonds bzw. den Stratego Grund gezeichnet haben, haben gute Chancen, ihre angelegten Beträge zurück zu erhalten. Da vorliegend durch die individuelle Beratung und Zeichnung auch Verjährungsfristen laufen, ist zu einer baldigen rechtsanwaltlichen Prüfung zu raten.

Stratego Grund: Schadensersatzansprüche gegen die Berliner Sparkasse

Kürzlich haben die Anleger des Stratego Grund Post der Berliner Sparkasse und der LBB Invest erhalten. Diese teilten mit, dass gemäß § 38 InvG die Kündigung und Auflösung des Stratego Grund beschlossen wurde. Für Witt Rechtsanwälte PartG (Heidelberg / Berlin) kommt diese Entwicklung nicht überraschend.

Bereits im März 2012 wurde die Rücknahme der Anteile durch die Fondsgesellschaft ausgesetzt und seither nicht mehr aufgenommen. Der Stratego Grund investiert als so genannter Dachfonds überwiegend in offene Immobilienfonds. Ende 2011 waren von den 14 Zielfonds sieben von der Aussetzung der Anteilsrücknahme betroffen oder sogar bereits in der Abwicklung.

Eine Besonderheit der offenen Immobilienfonds

und daher besonders attraktiv für Anleger, die keine langfristigen

Bindungen eingehen wollen, ist das „Open-End-Prinzip“. Dies bedeutet nichts anderes, als dass der Anleger jederzeit seine Anteile zurückgeben kann und nicht auf dem Zweitmarkt einen Verkauf versuchen muss. Ausnahme von diesem Prinzip bildet die Aussetzung der Anteilsrücknahme gemäß § 81 InvG. Über diesen Umstand ist nach Auffassung von Witt Rechtsanwälte aufzuklären, da ein wesentlicher Umstand für die Entscheidung eines Anlegers für einen offenen Immobilienfonds die Tatsache ist, dass der Anleger jederzeit an sein Geld kommt.

Aus der sehr großen Zahl der von Witt Rechtsanwälte

bereits vertretenen Fälle, in welchen ausnahmslos die Berliner Sparkasse die Beratung zur Anlage vorgenommen hat, ist bekannt, dass dieses Risiko regelmäßig verschwiegen wurde. Auch in Fällen, in denen Anleger später wegen Risiken zum Stratego Grund konkret nachfragten, wurde diese Information nicht erteilt. Dies begründet einen Schadensersatzanspruch gegen die beratende Bank bzw. den Vermittler der Anlage (so bereits OLG Frankfurt in einem ähnlich gelagerten Fall).

Zudem war das Aussetzungsrisiko seit 2006

auch nicht mehr nur theoretischer Natur. So musste der KanAm Grundinvest, ein Zielfonds des Stratego Grund, bereits im Januar 2006 kurzzeitig die Rücknahme der Anteile aussetzen. Gerade daher konnte, entgegen der Praxis der Sparkasse, der Fonds nicht mehr als sicher und Wert erhaltend beworben werden. Zahlreiche Anleger, welche durch die Sparkasse in die niedrigste Risikoklasse einkategorisiert wurden, haben dieses Produkt auf Grund der Beratung gezeichnet.