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Steuersparmodelle gesucht

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Steuersparen das größte Hobby der Deutschen

Über Jahrzehnte was es DAS Zauberwort dem Fiskus ein Schnäppchen zu schlagen „Steuersparmodelle“. Viele dieser Modelle landeten anschliessend mit Rechtsanwälten vor den Gerichten. Zwar waren es überwiegend die Besserverdienenden welche mit diesen verheißungsvollen Anlagen “beglückt“ wurden aber auch Anleger welche "nur" Ihre Altersvorsorge aufstocken wollten waren dabei.

Das Spiel mit der Steuer Ost-Immobilien - Betongold

Erinnern Sie sich noch an die viel gepriesenen Gewinne mit den Ost-Immobilien kurz nach der Wende? Immerhin lockten rund 50 Prozent Abschreibung in den ersten 5 Jahren nach dem Erwerb. Was hatte der Staat da nicht alles verlockendes für den Wiederaufbau versprochen und als Steuersparmodelle feil geboten. Erinnern Sie sich noch an die „Berlin-Modelle“ und andere Bauherrenmodelle? Das viele der (Schrott) Ostimmobilien gar nicht oder nur unter Preis vermietet werden konnten blieb außen vor. Die Umstrukturierung ganzer Regionen ließen die erworbene Immobilie zum Alptraum werden. Die Nachschusspflicht war dann für viele Immobilienbesitzer der Weg in die Privatinsolvenz.

Fonds und Co. als Steuerspargeheimnis

Fonds gab und gibt es für fast alles. Immobilienfonds offene und geschlossene, Schiffsfonds, Filmfonds, Medienfonds, Flugzeugfonds, etc. Dazu kamen diverse Leasingangebote wie das  Containerleasing. Auch die Rente blieb nicht außen vor. Schnee-Rente, SpaRente, Flex-Rente, Lex-Rente, etc., versprachen Renditen, ein sorgenfreies Alter und Steuerersparnis. So hat auch der viel gepriesene Energiefonds, von (noch) Bundesminister Altmeier, so seine Tücken. Alle haben und hatten  eins gemeinsam, Steuern sparen. Riester, Rürup und die jüngsten Absicherungen wie Bahr-Pflege und die angedachte BU-Absicherung a la Rürup gehören in die „Streusparklasse“. Ob auch hier das böse Erwachen später erfolgt bleibt abzuwarten. Denn. die Nachgelagerte Besteuerung haben viel Sparer erst mal ausgeblendet.

Ölkrise und Beteiligungen

Ich kann mich noch gut an die Auto freien Sonntage 1972 erinnern. Der Ölschock saß damals wirklich tief. Zum ersten mal wurde dem Bürger bewusst das die Ölförderung keine unendliche Ressourcen sind. Heute merken wir es u.a. an den Öl und Benzinpreisen. 1969 habe ich noch in der Schweiz für ungerechnet 0,29 DM (29 Pfennig = 58 Cent) pro Liter getankt. Plötzlich wurden Beteiligungen an Ölförderungen hochgelobt. Schon war auch das Finanzamt da und bescheinigte bei den Abschreibungswünschen „Liebhaberei“, da die wenigsten wirkliche Rendite abwarfen. Das Geld war weg wie auch die Steuervorteile.

Alles war gestern?

Ich denke mal nicht. Mit der Lehman-Krise, der anhalten Finanzkrise und den angekauften Steuer-CDs, den Verschuldungen der Länder und Staaten (Amerika 17 Billionen Staatsverschuldung, Deutschland 5,8 Billionen) den Wirtschaftsschwankungen und so weiter, werden die neuen Steuersparmodell nicht lange auf sich warten lassen. Noch sitzt der Schock tief. Vermutlich wird aber der nächste renditeträchtige Tipp, dass nächste todsichere Anlage-Geschäft und das nächsten Steuersparmodell schon in den Schubladen liegen. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Gier frisst Verstand

Die Kunden warten nur darauf? Rechtsanwälte, Apotheker, Ärzte, Unternehmer, besser verdienenden Angestellt, hoch besoldete Beamte und viele mehr werden wieder von Renditen und vom Steuersparen geblendet und mit der Weisheit ausgestattet „ich weis Bescheid“ wieder auf die Versprechen reinfallen und wieder Geld verlieren. Ein Beispiel ohne Gleichen.

Und wieder wird es ein böses Erwachen geben. Lesen Sie hierzu auch Deutsche Wirtschaft Nachrichten : “die mächtigste Bank der Welt kündigt den Crash an“. Vielleicht sollten Sie auch einen Blick in den Ratingreport werfen.

Vielleicht sollten Sie vor Unterschrift von Kapitalanlagen die Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht konsultieren.