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Monopole und Lobbyisten im Gesundheitswesen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Wohin steuert die Gesundheitspolitik

Die Deutschen und die Politik wie auch die Wirtschaft reden gerne darüber das wir eine Dienstleistungsgesellschaft (geworden) sind. Zerpflückt man das Wort so kommt „Gesellschaft für Dienste und Leistungen“heraus. Zugegeben, dieses Wortspiel ist ein Wunschdenken. In allen Bereichen geht der Share Holder Value vor "Dienen". Nun mag das in der freien Marktwirtschaft so gewollt sein, im Gesundheitswesen ist es, für mein Dafürhalte, ein strafbare Handlung an den Beitragszahlern, Versicherten, den Patienten wie an den Pflegebedürftigen.

Ökonomie vor Gesundheitsversorgung und Verantwortung

Erst gestern ist eine mehr als halbherzige Richtlinie für Medizinprodukte verabschiedet worden. Der Spiegel titelt:  EU beugt sich Druck der Industrielobby. „Nach vielen Skandalen sollten die Auflagen für künstliche Hüften, Stents oder Brustimplantate verschärft werden. Doch zwischen Patientenschutz und Industrieinteressen haben die Abgeordneten im EU-Parlament nur einen lauen Kompromiss geschafft". Also trotz der tausenden von fehlerhaften Brustimplantaten, Hüft- und Kniegelenken, etc. ist die Ökonomie wichtiger als der Patient. Das das nicht zum Wohle der Patientensein kann ist wohl jedem klar.

Gesundheitsfonds und Fallpauschalen

Gerade wurde der Fallpauschalenkatalog für 2014 neu verfasst und das obwohl seit Jahren daran gezweifelt bzw. sogar klar ist welche verheerende Auswirkungen dieser auf die Patienten hat. Gleiches gilt für den Gesundheitsfonds, nichts ist besser geworden sonder das genaue Gegenteil ist eingetreten. Einmal verabschiedet nie wieder geändert, so einfach ist das.

Beitrag und Leistung?

Jedes Jahr aufs neue werden die Sozialversicherungspflichtgrenzen (Beitragsbemessungsgrenze, JAE) erneut angehoben. Immer höhere Beiträge zu immer weniger Leistungen ist das Credo der Gesundheitspolitik. Und damit der Bürger nicht auf die Idee kommt, da könnten Massen von Lobbyisten dahinter stecken wenn es um die Verteilung von Milliarden geht, wird der Demographische Faktor bemüht. So kann man dem Versicherten Bürger mit der immer älter werden Gesellschaft und den unaufhaltsamen Fortschritten in der Medizin, weiter die Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen „plausibel“ verkaufen. Alternativlos versteht sich.

Alles ist gut, solange man keine Leistungen braucht

Die Baustellen in den Sozialversicherungen wurden über Jahrzehnte regelrecht verschlafen. Was heute die Großen Probleme in der Rente, Krankenversorgung, Pflege und Erwerbsminderung sind, sind nicht gestern Nacht entstanden. Der große Wurf der Reformen wird auch mit der neuen Regierung, gleichgültig in welchem „Farbenspiel“, für die Sozialversicherungen zu Reförmchen verkommen. Hier schließt sich der Kreis zu den Lobbyisten.

Lesen Sie hierzu auch die Presseinformationen des DGVP e.V. für Gesundheit auf der nächsten Seite, mit einem interessanten Erfahrungsbericht zum Umzug von Worms nach Augsburg.
Presseinformation Nr. 23/2013 – DGVP e.V. für Gesundheit  - freigegeben zur Veröffentlichung



Was uns heute als Kunde und auch Mitarbeiter von Monopolisten wie Post und Telekom widerfährt, kann uns morgen genau so im Gesundheitswesen blühen. Bitte lesen Sie dazu unsere aktuelle Pressemitteilung.

Die Zerschlagung von Bürgerinteressen im Oktober 2013!

Die Erfahrungen der letzten Wochen veranlassen uns zu den nachfolgenden konkreten sachlichen Aussagen. Diese Erfahrungen stehen in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Firmen wie der Telekom, der Deutschen Post, der Firma Siemens bei unserem langfristig geplanten und durchgeführten Umzug von Worms nach Augsburg.

Wir wurden trotz vertraglicher Regelungen für den Zeitraum vom 24.09.2013 bis zum 08.10.2013 zu 90 Prozent abgekoppelt von telefonischer Netzwerkverbindung, vom E-Mail Verkehr und vom Zugang zum Internet.

Der von uns bereits 4 Wochen vor dem Termin 24.09.2013 mit der Deutschen Post vertraglich vereinbarte Nachsendeauftrag für den Brief- und Paketdienst ist bis zum heutigen Tag nicht erfüllt.
Mit der Firma Siemens hatten wir vereinbart, dass die Telefonanlage im Zeitraum 23.09. bis 27.09.2013 abgeholt wird, da der Vertrag ausgelaufen war. Erst nach intensiven Call-Center Kontakten und mit harten verbalen Drohungen erfolgte dies dann.

Es gab bei der Telekom und der Deutschen Post keine Möglichkeit einen verantwortlichen Mitarbeiter anzusprechen. Die Geschäfts-stellen waren bei der Sachlage überfordert und die Call-Center dienten als Puffer für die "Nichtbearbeitung" für uns als Kunden.

In unserer Funktion als gemeinnützig tätige Interessenvertreter der Bürger im Gesundheitswesen sehen wir uns durch diese Sachlage nachhaltig veranlasst, vor der bereits bestehenden und sich verschärfenden Einflussnahme der "falschen" Ökonomie auch im Bereich des Gesundheits- und Sozialsystems zu warnen.

Share Holder Value statt Kundeninteressen

Die drei genannten Unternehmen versagen nicht, weil die Mitarbeiter unfähig oder zu faul sind. Das Versagen der Funktion dieser Unternehmen basiert auf der Orientierung der Konzerne auf die Erfüllung von Share Holder Value, auf Marktanteilsdenken, auf globalen Geschäftszielen. Der einzelne Bürger und Kunde spielt deshalb nur noch eine Nebenrolle, außer er bezahlt seine Rechnungen nicht.

Kostenfrage vor Patientenwohl

Wir sehen diese Entwicklung im Galopp auf die Versorgung / Behandlung / Betreuung der Bürger / Versicherten / Patienten / Pflegebedürftigen im Gesundheitssystem zukommen.
Dabei spielt es nach Beurteilung des Präsidenten der DGVP - Wolfram- Arnim Candidus - keine Rolle, welche politische Konstellation wir haben werde. Die Erfahrungen der letzten Wochen veranlassen uns zu den nachfolgenden konkreten sachlichen Aussagen. Diese Erfahrungen stehen in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Firmen wie der Telekom, der Deutschen Post, der Firma Siemens bei unserem langfristig geplanten und durchgeführten Umzug von Worms nach Augsburg.


Wir sehen diese Entwicklung im Galopp auf die Versorgung / Behandlung / Betreuung der Bürger / Versicherten/ Patienten / Pflegebedürftigen im Gesundheitssystem zukommen. Dabei spielt es nach Beurteilung des Präsidenten der DGVP - Wolfram- Arnim Candidus - keine Rolle, welche politische Konstellation wir haben werden.

Falschen ökonomischen Anreize

Gleichzeitig werden durch diese falschen ökonomischen Anreize die Institutionen und Berufsgruppen gezwungen, sich von ihrer eigentlichen positiven Funktion in weiten Bereich zu verabschieden. Der Leistungsdruck wird verschärft. Mit immer weniger Mitarbeitern müssen immer mehr Leistungen erbracht werden und dies bei geringerer Vergütung.

Erfüllung der ausufernden Ökonomie

Nicht mehr das Interesse des Nutzers und Zahlers im Gesundheitswesen wird im Vordergrund stehen, sondern die Erfüllung der ausufernden Ökonomie. Letztendlich landen wir dann wie bei der Fehlfunktion der Telekom und der Deutschen Post bei einem Scherbenhaufen von Qualität und dies bei steigenden Kosten.

Bildung von aktiven Bündnissen

Deshalb fordern wir als autark agierende Organisation für alle Bürger im Bereich des Gesundheitswesens eine Bildung von aktiven Bündnissen, um die bestehende Entwicklung zu bremsen und umzuwandeln in eine nachhaltig wirksame Zukunftssicherung der Versorgung / Behandlung / Betreuung und Vergütung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme oder Ihren Besuch in unserer neuen Geschäftsstelle in Augsburg. Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten/ DGVP e.V. für Gesundheit - Beethoven-Strasse 2 - 86150 Augsburg - Tel: 0821 50867960 - Fax: 0821 50867969 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - www.dgvp.de