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Pensionskassen: erhöhte Haftungsrisiken für Arbeitgeber

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Vorsorge

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PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm. München im Oktober 2013. Freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner.

Der Inhalt dieses Newsletter ist keine steuerliche, rechtliche oder sachverständige Beratung. Im konkreten Einzelfall wenden Sie sich bitte an irgendeinen Berater Ihres Vertrauens.

Pensionskassen stressen Arbeitgeber wegen deren Ausfallhaftung gegenüber Mitarbeitern*

Ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung ist die Pensionskasse (PK). Wegen ihrer Überwachung durch das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ersparen sich die Arbeitgeber in diesem Fall den Beitrag zum Pensionssicherungsverein (PSVaG). Gerät der Arbeitgeber in Insolvenz, wird es jedoch auch keine Leistungen des PSVaG für die Mitarbeiter geben – ob die Pensionskasse hingegen voll leistet, ist ungewiss.

Bei rund 87 Prozent der Pensionskassen erhöhte Haftungsrisiken für Arbeitgeber

Ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung ist die Pensionskasse (PK). Wegen ihrer Überwachung durch das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ersparen sich die Arbeitgeber in diesem Fall den Beitrag zum Pensionssicherungsverein (PSVaG). Gerät der Arbeitgeber in Insolvenz, wird es jedoch auch keine Leistungen des PSVaG für die Mitarbeiter geben – ob die Pensionskasse hingegen voll leistet, ist ungewiss.

19 von 150 Pensionskassen sind risikoarm

Lediglich rund 13% der PK unter Aufsicht der BaFin mussten sich zuletzt keinem „Stresstest“ stellen, denn deren Kapitalanlagen gelten als risikoarm. Immerhin haben acht Pensionskassen den Stresstest ebenfalls bisher überlebt, sind jedoch durchgefallen. Dabei hatte die Europäische Union (EU) dafür gesorgt, daß eine bessere Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit durch Solvency-II auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung nicht umgesetzt werden muss. Damit blieb es dabei, daß das Risiko einer Insolvenz bei statistisch einem Prozent pro Jahr blieb, anstatt sich zu halbieren. So muss bei Pensionskassen damit gerechnet werden, dass über Zeiträume von 70 Jahren vom Beginn einer Versorgungszusage bis zum Tod des Betriebsrentners weiterhin jede zweite Kasse insolvent wird oder ihre bereits zugesagten Leistungen reduzieren muss, statt nur knapp jede dritte.

Das Hauptproblem der Nichtumsetzung von Solvency II ist, dass die Einrichtungen ihre Risiken nicht entsprechend beurteilen und quantifizieren müssen. Folge ist, dass man hier dann gar nichts mehr an Risiken quantifizieren kann. Man muss sie daher auch nicht mehr zur Kenntnis nehmen oder kann sie einfach mit Allgemeinplätzen abtun.