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Versicherungspflicht für einmalig 600 EUR erfüllbar

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Zur Veröffentlichung freigegeben für Dübbert & Partner

*von Dr. Johannes Fiala, RA (München), MBA Finanzdienstleistungen (Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), LB (Univ.), Bankkaufmann (www.fiala.de)
und
Dipl.-Math. Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt),  Aktuar DAV, öffentlich bestellt und vereidigt von der IHK Frankfurt am Main für Versicherungsmathematik in der privaten Krankenversicherung (www.pkv-gutachter.de).

*Amnestie für Unversicherte

Unversicherte in der PKV müssen ihrer Versicherungspflicht nachkommen – doch dies kostet sie bis zu mehr als 10 TEUR Nachzahlung für rückständige Versicherungsprämien seit 2009. Das hat viele bisher davon abgehalten, wodurch sich diese Hürde Monat für Monat erhöht. Einmalig und nur noch bis Jahresende 2013 können sie nun aber nach dem Willen des Gesetzgebers ganz ohne Nachzahlungen sich privat versichern – und die PKV muss sie auch aufnehmen.

Auch Schwerkranke und Ältere muss die PKV mindestens im Basistarif aufnehmen

– im Dezember 2013 kostet dies maximal 610,31 EUR.  Dazu kommt noch der auf den Höchstbeitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung begrenzte Beitrag zur privaten Pflegepflichtversicherung. Der Beitrag von bis zu über 600 EUR muss nicht abschrecken – denn wird nach dem ersten kein weiterer Beitrag zur Krankenversicherung mehr bezahlt, kommt man automatisch in den Notlagentarif für monatlich um die 100 EUR. Dort werden mindestens Behandlungen bei akuten Erkrankungen bezahlt – und dies sogar auch ohne jedwede weitere Prämienzahlung. Die gesetzliche Versicherungspflicht für die Krankenversicherung erfüllt man damit trotzdem – auch ohne jede weitere Beitragszahlung. Kündigungen der PKV wegen Zahlungsverzug sind bereits seit 2009 gesetzlich untersagt. Besser als weiter unversichert ist dies auf jeden Fall – und die einmalige Amnestie für bisher Unversicherte und Spätrückkehrer auf Streichung aller aufgelaufenen Strafzuschläge bei Antrag vor dem 31.12.2013 sollte niemand verstreichen lassen.

Für Hilfebedürftige wird es noch günstiger

Tritt – ggf. auch erst durch die Beitragsverpflichtung – Hilfebedürftigkeit ein, wird auch für Nichtzahler bei Krankheiten wieder voll geleistet. Außerdem sinkt dann der Beitrag im Basistarif auf die Hälfte, und wenn dann immer noch Hilfebedürftigkeit besteht, halbiert er sich durch staatlichen Zuschuss nochmals – doch kann auch der ganze Beitrag vom Staat finanziert werden.

Pflegeversicherung sollte gezahlt werden

Einzig die Pflegeversicherung sollte in jedem Falle bezahlt werden, wenn er nicht bei Hilfebedürftigen vom Staat übernommen wird, sonst droht hier sogar ein Bussgeld. Dies bedarf sorgsamer Zweckbestimmung von Überweisungen.