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Sogenannte Garantieleistungen in der Altersversorgung sind absolut nicht garantiert*

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Rechts-Ticker (Nr./2014) Herausgeber: Dr. Johannes Fiala, MBA, MM - De-la-Paz-Str.37 - 80639 München - Freigegeben für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

*von Dr. Johannes Fiala, RA (München), MBA Finanzdienstleistungen (Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), LB (Univ.), Bankkaufmann (www.fiala.de)
und
Dipl.-Math. Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt),  Aktuar DAV, öffentlich bestellt und vereidigt von der IHK Frankfurt am Main für Versicherungsmathematik in der privaten Krankenversicherung (www.pkv-gutachter.de).

Sogenannte Garantieleistungen in der Altersversorgung sind absolut nicht garantiert*

Was Lebensversicherungen und Versorgungswerke dem Beitragszahler verschweigen. Lebensversicherungen zur betrieblichen (bAV) und privaten (pAV) Altersversorgung, aber auch Versorgungswerke können weit weniger Leistungen erbringen, als auf dem Papier versprochen oder in Aussicht gestellt. Versicherungsnehmern steht jedoch vielfach ein Schadensersatzanspruch gegen die Vermittler und Berater oder Produktgeber zu, denn die Nichtaufklärung der Zusammenhänge gleicht offenbar vielfach einer Täuschung durch Unterlassen beim Vertragsabschluss. Viele Berater wissen es aber nicht besser, denn nur klar erscheinende – in Wirklichkeit unklare - Begrifflichkeiten führen nahezu zwangsläufig zur Täuschung – einer Haftung steht dies indes nicht entgegen.

Bis zu mehr als 50% Leistungskürzungen

Beim Vertrieb von Lebensversicherungen werden gerne Ratings eingesetzt, auch solche, die auf der irrigen Annahme beruhen, dass die darin verschwiegene Tatsache der Nichtgarantie von garantierten Leistungen alle Produkte bzw. Tarife gleichermaßen betrifft und daher irrelevant sei. Das ist etwa so, als wenn der Fernsehverkäufer zwar alle Unterschiede der angebotenen Geräte genau anhand eines vergleichenden Produkttests erklärt, die Tatsache, dass jedes der Geräte nach 5.000 Einsatzstunden  explodiert aber verschweigt, weil ja alle Geräte davon gleichermaßen betroffen seien und dies daher für die Entscheidung des Kunden zwischen den Angeboten irrelevant wäre, weshalb es auch im Produkttest keine Erwähnung finden müsse. Bereits der Einsatz derartiger unwissenschaftlicher Ratings wird dem Versicherungsnehmer die Rückabwicklung ermöglichen.
Eine Irreführung der Versicherungskunden in der pAV, aber auch der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der bAV ist dann die häufige Verbreitung der unzutreffenden Behauptung, dass die garantierte Mindestrente garantiert sei. Auch dies beruht im besten Falle auf Unkenntnis, und kann auf Seiten des Versicherungsnehmers zur Anfechtung wegen Irrtums oder Täuschung führen.