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Bundesarbeitsministerin, Pflicht zur Betriebsrente

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Zinstief und weiter sinkende Zinsen

Für die Menschen, welche eigenverantwortlich eine private Altersvorsorge aufbauen wollen ist es ein Dilemma, jedenfalls was Geldwerte Anlagen betrifft. Nun will Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Betriebsrenten (bAV) für jeden Arbeitnehmer zur Pflicht machen.

bAV, Wichtigster Baustein zur gesetzlichen Rente

Die seien „der wichtigste kapitalgedeckte Baustein in unserem Rentensystem“, meint die Sozialdemokratin Andrea Nahles. 17 Millionen Arbeitnehmer haben bereits eine Anwartschaft auf eine Betriebsrente oder andersherum, 40 % der Arbeitnehmer haben keine Betriebsrente. Darin sieht Frau Nahles jetzt die Lösung aus der Misere von sinkenden Zinsen, sinkenden Renten und Altersarmut. Als Beispiele gelten Dänemark und Großbritannien.

Kassenbeiträge und Steuer auf bAV`en

Vor 10 Jahren (2004) wurde unter Rot / Grün die Kassenpflicht (Verbeitragung) für ausgezahlte Betriebsrenten eingeführt. Das beschert den gesetzlichen Krankenkassen richtig viel Geld. Allerdings auch den Gerichten jede Menge Arbeit.

Von den betrieblichen Altersvorsorgen müssen Steuern nach dem persönlichen Steuersatz und GKV-Krankenkassenbeiträge in Höhe von 15,5 % abführt werden. Das hier bei Niedrigverzinsung (Garantiezins derzeit 1,75 %) minus Steuer und Krankenversicherungsbeitrag keine nennenswerte Rendite mehr zu verzeichnen ist, dass erklärt sich von alleine. Glaubt man den diversen Voraussagen, so soll der Garantiezins weiter sinken. (siehe auch: Hilfe für die Versicherungswirtschaft? Hilfe von der Bundesregierung)

Arbeitgeber müssen eine bAV anbieten

Mit dem Betriebsrentengesetz wurde der Arbeitgeber verpflichtet eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. 5 Durchführungswege stehen zur Verfügung. Die Bekannteste dürfte die Barlohnumwandlung / Gehaltsumwandlung sein.

Dem Arbeitnehmer ist es freigestellt dieses Angebot anzunehmen oder auch nicht. In Großbetrieben läuft es ganz gut. In den Klein- und Mittelständischen Betrieben (KMU) mäßig bis gar nicht. Das mag auch daran liegen das in den  KMU eher geringere Löhne bezahlt werden und die Arbeitnehmer nicht auf „Gehalt“ verzichten wollen.

Fazit: Zitat: „Zahlt der Arbeitnehmer die betriebliche Vorsorge komplett selbst, seien die vermeintlichen Vorteile der betrieblichen Vorsorge eine „Milchmädchenrechnung“, meint Axel Kleinlein, Chef des Bundes der Versicherten. Attraktiv sei die Firmenrente vor allem für Gutverdiener, die Steuern sparen wollen, sagt Rüdiger Strichau, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Berlin“. Zitat Ende. Vollständiger Artikel: Tagessiegel vom 23.02.2014.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen bei der bAV

Während der Ansparphase bleiben die Beiträge zur bAV steuer- und sozialversicherungsfrei. Auch in die Rentenversicherung werden von dem Betrag, welcher in die bAV wandert, keine Beiträge abgeführt. Damit spart der Arbeitgeber also auch die ½ Beiträge zur den Sozialversicherungen. Die Krankenkassenbeiträge schlagen aber zu 100 % auf den Arbeitnehmer durch, wenn die Auszahlung fällig wird.

Ob sich der Arbeitgeber an der bAV finanziell beteiligt oder nicht ist seine Angelegenheit. Außer, es ist im Tarif anderweitig geregelt. Was aber noch dazu kommt ist die Haftung des Arbeitgebers.

Nahles mal wieder vorgeprescht oder nur heiße Luft?

Abwarten, hatte schon die Vorgängerin Ursula von der Leyen mit dem Zwang der Altersvorsorge bei Selbständigen einen Rückzieher machen müssen, so ist die Aussicht auf „alles bleibt wie es ist“ recht wahrscheinlich.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV)