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Rente: von 70 % auf 43 % per Gesetz

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Vorsorge

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PM Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm / München im Januar 2014 / Freigegeben zur Veröffentlichung für DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Altersarmut: Europäische Staaten enteignen Altersvorsorgesparer*

Altersarmut wird von den Medien immer häufiger als Thema aufgegriffen. Indes ist dieses Phänomen hausgemacht, dem Eindruck nach sogar in Kauf genommen. Schließlich sind es laufende politische Entscheidungen seit mehr als 20 Jahren gewesen, welche das gesetzliche Rentenniveau von ehemals durchschnittlich 70% vom Nettogehalt auf bis zu weniger als die Hälfte in der Zukunft reduziert.

Wie politische Entscheidungen in die Verarmung führen

Altersarmut wird von den Medien immer häufiger als Thema aufgegriffen. Indes ist dieses Phänomen hausgemacht, dem Eindruck nach sogar in Kauf genommen. Schließlich sind es laufende politische Entscheidungen seit mehr als 20 Jahren gewesen, welche das gesetzliche Rentenniveau von ehemals durchschnittlich 70% vom Nettogehalt auf bis zu weniger als die Hälfte in der Zukunft reduziert.

Umstellung vom Umlageverfahren gesetzlicher Rente auf Kapitaldeckung privater Vorsorge

Albrecht Müller stellte bereits 2004 in seinem Buch „Die Reformlüge“ fest, dass die Umstellung vom Umlageverfahren auf eine kapitalgedeckte Altersversorgung in Chile zur größten Altersarmut geführt hat. Chile wurde damit ein Vorbild für weitere Staaten, welche allesamt das Scheitern kapitalgedeckter Altersversorgung erlebten. In Deutschland hat man beispielsweise die staatlich durch Zulagen geförderte Riesterrente eingeführt. Im Durchschnitt real ein Verlustgeschäft, es sei denn man wird so alt wie Johannes Heesters oder Methusalem. Der Bürger fragt sich, wo denn dann die staatlichen Zulagen am Ende landen, und erfährt vom Fachmann dass diese Gelder als Sterblichkeitsgewinne bei den Anbietern verbleiben oder für Kosten und Provisionen ausgegeben werden, und im Übrigen – bei den Glücklichen, die damit oberhalb des Existenzminimums landen - als Steuern wieder zurückzuzahlen sind.

Statistiker sprechen von der „instrumentalisierten Zukunftsangst“

Die „Pseudo-Individualisierung durch Rentenreform“ löst die Aufgabe, das Realeinkommen zwischen den Generationen zu verteilen nicht. Immerhin hat es die Politik verstanden, den Niedriglohnsektor von ehemals bis zu weniger als 10% auf bis zu mehr als 25% der arbeitenden Bevölkerung zu steigern. Die Hartz-Reformen führten dazu, dass ausgebildete Volljuristen sich von der ARGE fürsorglich zum Schweißer umschulen lassen müssen oder als Leiharbeiter tätig zu werden, oder damit leben müssen, durch Kürzung mit weniger als dem Existenzminimum zurechtkommen zu dürfen.

Spiegelbildlich sind bis zu mehr als 25% der Bevölkerung gar nicht mehr in der Lage irgend eine Ersparnis zu bilden, und bis zu mehr als 25% der Bevölkerung zahlen so wenig in die gesetzliche Rente ein, dass sie beste Aussichten auf eine Grundsicherungsrente haben.

Wer hohe Mietkosten über 358 Euro hat, darf diese aus dem Regelsatz von 382 Euro selbst bezahlen oder umziehen – oft hilft dabei die Gemeinde und übernimmt die Maklerkosten, damit der Bedürftige in die preiswertere Nachbargemeinde zieht. Wer sich täglich überlegen muss, ob er eine Schachtel Zigaretten oder etwas zu essen kauft, dem bleibt auch nicht einmal genügend Geld übrig, sich einen ordentlichen Strick zu kaufen.