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Scheidung, das Vermögen wird halbiert, Nachschlag für Geschiedene

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Nachberechnung alter Versorgungsausgleich im Scheidungsurteile

Der Versorgungsausgleich kann für viele Geschiedene einen Nachschlag bedeuten. Scheidungen welche zwischen 1977 und 2009 erfolgten haben oft Fehler in den Versorgungsausgleichern von „Betriebsrenten, Kammerversorgungen (berufsständischen Versorgungswerken) und den Versorgungen des öffentlichen Dienstes (VBL).

Versorgungsausgleich für den / die EX-Ehepartner

Vorweg, wessen EX-Ehepartner zu Ehezeiten nur eine gesetzliche Rente besaß der hat keine Chance auf Nachbesserung. Diese wurde beim Versorgungsausgleich schon berücksichtigt.

Wer aber über den Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge, auch Riester und Rürup (Selbständige), Beamtenversorgungen, Versorgung der Bund und Länder, Direktversicherung, Pensionsfonds, die Unterstützungskasse, die Versorgung der Kammerberufe oder ähnliches hatte / hat, dessen Ex sollte diese erneut im Zuge des Versorgungsausgleichs prüfen lassen.

Die Chancen zu „mehr Rente“ stehen nicht schlecht. Das kann unter Umständen schon ein paar Euro ausmachen.

Frühere Berechnungen des Versorgungsausgleich sind falsch

Das Gesetz von 2009 hat den Versorgungsausgleich neu geregelt. Nun gilt ALLES wird halbiert. In den Jahren von 1977 bis zur Neuregelung des Versorgungsausgleichs wurde lediglich die gesetzliche Rente berücksichtigt. Zwar mit einem höheren Anteil aus der gesetzlichen Rente, aber dafür sind vielen der „Betriebsrenten“ meistens gänzlich unter den Tisch gefallen. Schuld waren die tabellarischen Berechnungen nach der Barwertverordnung. Der Barwert der Betriebsrente wurde in die gesetzliche Rente umgerechnet und betrug an Wert somit fast nur noch die Hälfte der wirklichen Betriebsrente.

Handeln der EX-Ehepartner ist wichtig

Es besteht kein Anwaltszwang, aber – ohne Anwalt werden Sie das Abänderungsverfahren beim Familiengericht kaum durch bekommen. Fachanwälte für Familienrecht können wertvolle Dienste leisten wenn es um die Abänderung zum Versorgungsausgleich geht. Sollten Sie mehr aus dem Versorgungsausgleich bekommen. So gilt das ab dem 1. Tag der Antragstellung, jedoch nicht rückwirkend, falls Sie schon in Rente sind, wenn dann die Zahlung erfolgt.

Hürde liegt bei 53,90 Euro der Nachbesserung

Wenn das Änderungsverfahren erfolgreich sein soll, so muss der Nachbesserungsbetrag mindestens 53, 90 Euro pro Monat (2013) betragen. Alles was darunter liegt wird von den Familiengerichten nicht bearbeitet. Also gilt es vorher zu prüfen ab sich der Antrag zum Änderungsverfahren lohnt.

Für viele Geschiedene kann es aber durchaus finanziell eine Verbesserung bedeuten das Scheidungsurteile mit der Berechnung des Versorgungsausgleich neu in Angriff zu nehmen.

Kosten des Änderungsverfahrens

Wer eine umfassende Rechtsschutzversicherung hat, der sollte vorher Rechtsschutzdeckung einholen, gegebenenfalls der beauftragte Fachanwalt. Für alle Andern gilt die Parteien zahlen jeweils zur Hälfte die Gerichts- und Anwaltskosten.

Wer sollte auf jeden Fall prüfen lassen?

EX-Partner von Anwälten, Steuerberatern, Architekten, Apothekern, Ärzte, Zahnärzte, (Kammerberufe), Angestellte im öffentlichen Dienst, Beamte, Angestellte in großen Firmen. Oder Sie haben Kenntnis das eine Betriebsrente zur Verfügung steht. Alle der Genannten haben entweder eine Versorgung aus den Kammerberufen, Versorgung der Bund und Länder (VBL) oder eine betriebliche Altersvorsorte (bAV) über den Arbeitgeber.