Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

PKV-Versicherte müssen Rechnungen prüfen

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

Bewertung:  / 1
SchwachSuper 

 

Ein Privat Krankenversicherter und die Arztrechnungen

Anders als in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) wo der Patient die Abrechnungen zwischen Arzt und Patient nicht einsehen kann, muss der Privat Krankenversicherte (PKV) die erhaltenen Rechnungen auf Richtigkeit prüfen, bevor er Diese an seine Krankenversicherung weiter gibt. So das Urteil aus München. Aktenzeichen: 282 C 28161/12

Rückzahlungsforderung von Versicherten

Hat der behandelnde Arzt Behandlungen abgerechnet welche nicht erbracht wurden, so ist die PKV mit diesem Urteil im Recht wenn sie vom Versicherten die zu unrecht erbrachte Zahlung für nicht erbrachte ärztliche Leistungen zurückfordert. Damit ist dem Patienten, auch Jahre später, eine Rückzahlungsaufforderung ins Haus geflattert.

Klage beim Gericht, Klage erfolglos

Die Patientin wollte die Rückforderung nicht hinnehmen und hat geklagt. In diesem Fall erfolglos. Die Patienten erklärte das sie die nicht erbrachte Leistung auf der Rechnung nicht bemerkt hatte. Amtsgericht München mit Aktenzeichen 282 C 28161/12 vom 04.07.2013.

Falsche Abrechnungen von Ärzten

Immer wieder kommt es zu „Abrechnungsfehlern“ bei den Ärzten. Nicht immer steckt Absicht dahinter. Aber, der Schaden durch derartige Abrechnungsfehler / Abrechnungsbetrug kosten Millionen an Versichertengelder. Sowohl in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als auch in der Privaten Krankenkasse (PKV). Auch in der GKV wird immer wieder mal gefordert das Versicherte die erbrachten Leistungen einsehen und Abzeichen sollen. Allerdings dürften die meisten GKV-Versicherten damit überfordert sein.

Abrechnungsbetrug oder Schlampigkeit?

Beides dürfte der Fall sein. Aber genau deswegen sollten Privat Versicherte ihre Arztrechnungen genauestens prüfen um sich vor Rückforderungen zu schützen.

Im Zweifelsfall sollte der PKV-Versicherte mit dem behandelten Arzt Rücksprache halten um die Rechnung zu überprüfen. Oder der Krankenversicherung (PKV) einen Hinweis geben das er die erhaltene Rechnung nicht prüfen kann, da im die nötige Sachkenntnis zu den medizinischen Ausdrücken / Behandlungen fehlen. Damit hätte die Krankenversicherung wenigstens die Möglichkeit mit dem Arzt Rücksprache zu halten, was ihr sonst pauschal nicht möglich ist.

Vertraglich besteht mit dem Versicherten und dem Arzt eine Vereinbarung. Der Arzt hat also keine Vereinbarung mit der jeweiligen PKV über die Abrechnungen.

Anders für die GKV-VERSICHERTEN

Hier besteht zwischen dem zugelassenen Kassenarzt und der Krankenkasse eine Abrechnungsvereinbarung. Der Patient bleibt also außen vor. Sicher wäre es ein Fortschritt die GKV-Versicherten ebenfalls in die Abrechnungen mit einzubinden, was dann aber wiederum die Frage aufwirft; was passiert bei falschen Abrechnungen, die der Kunde / Patient gutgläubig und aus Unkenntnis unterschrieben hat?