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Ansprüche auf Krankentagegeld

Geschrieben von Dr. Fiala am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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PM im Januar 2014 - Dr. Johannes Fiala / Dipl.-Math. Peter A. Schramm freigegeben für D&P DAS Netzwerk Dübbert & Partner

Urteil des LG Nürnberg-Fürth vom 28. Juli 2011

Die Summe des Krankentagegelds

Ein Urteil des LG Nürnberg-Fürth vom 28. Juli 2011 (Az: 11 S 554/11) zeigt, welche Konsequenzen die Ausgestaltung der KT-Versicherung als Summenversicherung – und nicht als Schadenversicherung – hat: Ein konkreter Schaden muss nämlich gar nicht entstanden sein. Das als Summe vereinbarte Krankentagegeld muss ggf. auch dann vom Versicherer bezahlt werden, wenn durch die Arbeitsunfähigkeit gar kein Einkommensverlust eintritt, sogar wenn mehr als vorher verdient wird, und es gilt auch kein Bereicherungsverbot. Im konkreten Fall war kein Schaden festzustellen, weil während der Freistellungsphase bei Altersteilzeit mit weiterer Gehaltszahlung keine Verpflichtung mehr zur Erbringung der Arbeitsleistung bestand.

Ansprüche auf Krankentagegeld trotz Altersteilzeit und auch ohne Einkommensverlust *

- Urteil des Landgericht (LG) Nürnberg-Fürth bestätigt Ansprüche auch ohne Geldbedarf -
Auch beim Abschluss einer Krankentagegeld(KT)-Versicherung als sogenannter Summenversicherung, versuchen Versicherer in vielen konkreten Leistungsfällen darauf zu verweisen, dass der Versicherungskunde durch die Arbeitsunfähigkeit keinen Schaden habe, und daher keinen Leistungsanspruch besitzen würde.

LG Nürnberg-Fürth verweist den Versicherer in seine Schranken

Ein Urteil des LG Nürnberg-Fürth vom 28. Juli 2011 (Az: 11 S 554/11) zeigt, welche Konsequenzen die Ausgestaltung der KT-Versicherung als Summenversicherung – und nicht als Schadenversicherung – hat: Ein konkreter Schaden muss nämlich gar nicht entstanden sein. Das als Summe vereinbarte Krankentagegeld muss ggf. auch dann vom Versicherer bezahlt werden, wenn durch die Arbeitsunfähigkeit gar kein Einkommensverlust eintritt, sogar wenn mehr als vorher verdient wird, und es gilt auch kein Bereicherungsverbot. Im konkreten Fall war kein Schaden festzustellen, weil während der Freistellungsphase bei Altersteilzeit mit weiterer Gehaltszahlung keine Verpflichtung mehr zur Erbringung der Arbeitsleistung bestand:

Die Krankentagegeldversicherung endet zwar mit dem Ende der Erwerbstätigkeit

so dem Eintritt in den Ruhestand – mit der nur tatsächlichen Einstellung der Tätigkeit während der Freistellungsphase der Altersteilzeit sei das jedoch nicht der Fall, und eine entsprechende Regelung enthielten die konkret vereinbarten Bedingungen auch nicht.