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Verantwortlich ist der Kunde, nicht der Versicherungs-Makler

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Versicherung News

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Versicherung bekommt Recht

Das Landgericht, das Oberlandesgericht als auch der Bundesgerichtshof bestätigen die gängige Rechtsprechung für die Versicherung. Damit hat der Bundesgerichtshof bestätigt das sich ein Kunde das „arglistige“ Verhalten des Maklers zurechnen lassen müsse. Aktenzeichen: IV ZR 306/13

Makler als Sachwalter des Kunden

Sachwalterurteil. Das es Makler und Makler gibt ist seit langem klar. Ebenso ist klar das sich so mancher Versicherungs-Vertriebler oder Online-Versicherungsverkäufer als Makler ausgibt. Das es hier also nicht immer mit „rechten Dingen zugeht“ ist eine Schande für die ehrlichen und sich seiner Verantwortung bewussten Makler. Das aber Versicherungsmakler ihren Status missbrauchen und damit Falschaussagen und Falschangaben, zum Nachteil ihrer Kunden, tätigen ist schon gewaltig.

Das BGH-Urteil zum Nachteil aller Versicherungsnehmer

Somit hat der Bundesgerichtshof (BGH) klar gemacht, dass sich der Kunde / Versicherungsnehmer, nicht auf die Falsch-Aussagen des Versicherungsmaklers gegen die Versicherung wenden kann. Am Beispiel bei den Gesundheitsfragen wird nun deutlich das der Kunde für die Falsch-Aussagen haftet auch wenn diese falsch, oder bewusst falsch , von Versicherungsmakler beantwortet wurden.

Vertrauen hat nichts mit Versicherungen zu tun

„Ach der / die war so nett und wir haben uns so gut verstanden“. Und was hat das mit den Versicherungsvertrag zu tun? Was hat das mit der ehrlichen Beantwortung der Gesundheitsfragen (Gesundheitsfragen und die Vorvertragliche-Anzeigenpflicht-Verletzung) zu tun? Schließlich unterschriebt der Kunde für die Richtigkeit der gemachten Angaben. Gesundheitsfragen sind (meistens) eindeutig in ihrer Frage. Also von Verbraucher auch durchaus zu verstehen.

Beispiel „waren sie in den letzten 5 Jahren im Krankenhaus? Wenn ja warum? Sind Behandlungen angeraten? Fehlende Zähne? Und so weiter. Bitte genaue Angaben machen... ist das so schwer zu verstehen?

Bevor der Kunde unterschreibt

Es kann doch nicht so schwer sein die Fragen und die gemachten Antworten, vor Unterschrift, zu lesen und bei Unstimmigkeiten diese auch zu klären. Wenn der Versicherungsmakler umdruckst oder „das ist nicht so wichtig, das ist schon zu lange her, etc.“ dann suchen Sie sich besser einen andern Versicherungsmakler. „Weil der / die so nett ist“ und man sich mit dem / der so gut unterhalten kann, deswegen wollen Sie doch keinen Versicherungsvertrag abschließen – oder -?

Kunden sind oftmals eben nicht unschuldig

Zwischen Fußball und Talk-Shows schließt man keine Versicherungsverträge. Wie sieht aber die Praxis aus? Keine Zeit, zwischen Tür und Angel soll es schnell gehen. Nur nicht soviel Fragen sonst geht der / die ja nie... Überschrift, Unterschrift und tschüss... Beispiel: Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) “ Rente oder Beitragbefreiung“? Was hat der jetzt gesagt und was ist versichert?

Hierzu gibt es massenhaft Beispiele. Viellicht sollte der Versicherungskunde mal Zeit für eine Beratung mitbringen und nicht nur den Preis ohne Inhalt sehen. Man kann eben nicht alles dem Versicherungsmakler und den bunter Prospekten oder Werbeaussagen in die Schuhe schieben. Schauen Sie lieber 3 mal hin was der Versicherungsverkäufer wirklich ist und will und wie er mit Ihren Fragen umgeht.