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Nahles-Rentenpaket und wer ist der Dumme

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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Fremdentnahmen aus den Rentenkassen normal

Herr Finanzminister Wolfgang Schäuble will 2015 einen ausgeglichen Haushalt ohne Neuverschuldung. Gleichzeitig will Andrea Nahles die Mütterrente und die abschlagsfreie Rente der 63 Jährigen nach 45 Beitragsjahren. Das beides Steuer-finanziert nicht zusammenpasst ist logisch.

Geschröpfte Rentner und Beitragzahler

Kann man (vielleicht) mit der Rente ab 63 Jahren und 45 Beitragsjahren noch mit der Rentenkassenentnahme einverstanden sein, so hapert es mit der Mütter-Rente und den Entnahmen aus den Rentenkassen schon gewaltig. Immerhin haben die Mütter, welche vor 1992 Kinder geboren haben einen Wert für das Wohl Deutschland geschaffen. Das diese Mütter jetzt annähernd mit den Müttern nach 1992 gleich gestellt werden (vor 1992, 2 Anrechnungs-Jahre, nach 1992 zu 3 Anrechnungs-Jahre) ist soweit okay. Warum aber aus den Rentenkassen?

Wer zahlt in die Rentenkassen

Abhängig-Beschäftigte. Genau dieser Teil der arbeitenden Bevölkerung ist jetzt auch der Zahler des Rentenpakets der Frau Arbeitsministerin Andrea Nahles. Selbständige und Beamte, Freiberufler, also alle die welche nicht in die Rentenkassen einzahlen, bleiben also außen vor. Gerecht ist das nicht, zumal ca. 80 Millionen an Steuergelder in die Gesetzlichen Rentenkassen fließen, welche Herr Finanzminister Schäuble nach „Bedarf“ für einen „ausgeglichenen Haushalt“ auch kürzen könnte. In der Gesetzlichen Krankenkassen ist das bereits erfolgt.

Rentenerhöhungen könnten höher ausfallen wenn...

Wäre das Rentenpaket nicht „beschlossene Sache“, so könnten die Renten um ca. 3,55 bis 3,25 %, für die nächsten beiden Jahre, steigen. Die „Rentenreform“, also die Finanzierung der Mütter-Rente und der Abschlags-freien Rente mit 63 Jahren und 45 Beitragsjahren, schmälert nun die Rentenerhöhungen auf ca. 2,48 % bzw. 2,98 % für die nächsten beiden Jahre. Damit Zahlen die Rentner in etwa 55 Milliarden für das Nahles-Rentenpaket selber. Quelle:  "Handelsblatt" unter Berufung auf Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

Schon die Riester-Renten-Formel hat in die Rentenkasse gegriffen

Die Riester-Formel wurde ebenfalls auf dem Rücken der Renten bewerkstelligt. Das Absenken des Rentenniveaus geht also weiter. Waren es ehemalig 70 Prozent von letzten Netto, so werden es 2030 nur noch 43,7 % sein. Vor Steuer versteht sich. Was das für die Zukunft der Rentner gedeutet ist schon heute klar. Immer weniger Rentner werden von Ihrer Rente leben können und fallen so der Sozialhilfe zu. Das wiederum schröpft den Finanzminister bzw. die Bundesländer.