Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Pflichtversicherung gegen Elementarschäden

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Sachversicherung

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 

 

Fragen zur Elementarschadenversicherung beantworten unsere Experten der Sachversicherungen.

Hochwasserschäden nehmen zu

Die Bundesregierung will prüfen ob eine Pflichtversichert gegen Elementarschäden für Hausbesitzer, per Gesetz, durchführbar ist. Viele Hausbesitzer in den gefährdeten Hochwassergebieten können keine Elementarschadenversicherung abschließen da die Versicherungen das Risiko nicht annehmen wollen.

Je höher das Risiko desto höher die Versicherungsprämien

Die Prognosen zu Hochwasserschäden sehen für die Zukunft düster aus. Die Schäden sollen höher ausfallen und auch in Gebieten, welche heute noch nicht betroffen sind, auftreten. Da Versicherungen nun mal nach dem Risiko beurteilt werden welches die Versicherung eingeht um im Elementar-Schadensfall zahlen zu müssen, werden die Versicherungsprämien dementsprechend hoch ausfallen. Es wäre zu befürchten das sich dann so mancher Hausbesitzer diese Versicherungsprämien gar nicht „leisten“ kann. Wie sich das auswirken kann, mit der Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen, sieht man am Beispiel England.

Versicherungen vor Ursachenbekämpfung?

Gerade beim Hochwasserschutz, wie in den letzten Jahren bekannt wurde, ist über Jahrzehnte wenig getan worden. Eher das Gegenteil war der Fall. Die Auslaufzonen wurden immer weiter verringert. „Häuschen mit Fluss- oder Seeblick“ waren und sind beliebt. Sicher spielt auch die „Zu-Betonierung“ vieler Flächen keine unerhebliche Rolle. Auch die Verdichtung der landwirtschaftlichen Flächen durch schwere Ackergeräte ist nicht zu unterschätzen. Das sind nur 3 Beispiele welche zu der Hochwassersituation mitverantwortlich sind.

Wenn sich die Regierenden aus der Verantwortung stehlen

Immer mehr wird finanziell auf den Schultern der Bürger abgeladen wofür der Steuerzahler eigentlich Prävention, von den Regierenden erwarten könnte. Eigenverantwortung soll gestärkt werden. Die Frage, welche sich mir aufdrängt ist aber folgende; Wie oft muss die Versicherung dann, um beim Hochwasser zu bleiben, zahlen bis der Hausbesitzer von seiner Versicherung gekündigt wird. Die Folgekosten eines unbewohnbaren Hauses, ob Einfamilienhaus bis zum vermieteten Objekt können immens sein.

Kollektiv-Versicherung im Umlageverfahren?

Damit würde für alle Versicherungsnehmer die Beiträge zur Elementarschadenversicherung schlagartig steigen. Wiedermal könnte man auf die Idee kommen das man lieber Versicherungen „sponsert“ als das Übel an der Wurzel zu packen, nämlich die Gebiete, welche Hochwasser gefährdet sind, den nötigen Hochwasserschutz zu gute kommen zu lassen. Das würde Steuergelder kosten. Herr Finanzminister Wolfgang Schäuble und die Ministerpräsidenten der Länder scheinen das allemal anders zu sehen.

Fragen zur Elementarschadenversicherung beantworten unsere Experten der Sachversicherungen.