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Reformwut in der GKV

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Gesundheitsminister Gröhe, die Einnahmen und Ausgaben der GKV

Nach 100 Tagen im Amt ist Gesundheitsminister Gröhe voll in seinem Gesundheitsministerium angekommen, so jedenfalls könnte man die Schlagzeilen der angedachten Reformen, in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV), wie Pflegekasse deuten. Zukunftssicher und Nachhaltig sollen diese Reformen sein. Aber, und das sind die berechtigten Zweifel, viel Gesundheitsminister und Innen vor ihm haben das Gleiche versprochen.

Fakt ist, die GKV gibt mehr Geld aus als sie einnimmt

Und Finanzminister Wolfgang Schäuble will die Bundeszuschüsse für die GKV kürzen. Gleichzeitig will Gesundheitsminister Gröhe die Wettbewerbsfähigkeit unter den Gesetzlichen Kassen stärken vorantreiben. Zudem, so Gröhe, stehen in Deutschland zu viele Krankenhausbetten leer. Von ca. 500.000 Betten stünden ca. 100.000 dauerhaft leer.

Meiner Meinung nach dürfte es allerdings erhebliche regionale Unterschiede geben. Wie auch bei den Ärzten. In den ländlichen Regionen gibt es zu wenig Ärzte und die Versorgung mit und in Krankenhäusern ist ebenfalls regional sehr unterschiedlich.

Nicht jedes Krankenhaus ist für alle Behandlungen und alle OP's da

Mal abgesehen von geschlossen Geburtenabteilungen sollen, folgt man der Aussage Gröhe's, Krankenhäuser „unrentable“ Abteilungen schließen um Kosten zu sparen. Das wiederum dürfte gerade die Landbevölkerung nicht begeistern.

Andersherum wird man als Patient auch ein Krankenhaus bevorzugen in dem eine gewisse Routine von Behandlungen oder Operationen bekannt ist. Es ist ein weiter Spagat um einerseits Kosten zu minimieren und andererseits eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.

„Überflüssige“ Operationen

Das in Deutschland (angeblich) zu viel operiert wird lesen wir täglich. Nun ist das immer so eine Sache mit Statistiken. Jedenfalls will Gröhe die „zu vielen Operationen“ mal genauer betrachten. Das Motto lautet also; es muss gespart werden. Aber selbst diese Parole ist nicht neu. Neu wäre allerdings würden sich der Gesundheitsminister, die GKV-Verbände und Lobbyisten an die Ursache der Ausgaben und möglichen „Fehlausgaben“ machen.