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Lohndumping und ein Urteil das verwundert

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Finanzen

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1 Eurojobs oder der Zwang arbeiten zu müssen

Das Job-Center Oberspreewald-Lausitz hat den Prozess gegen einen Anwalt verloren der 2 „Angestellten“ 1,53 Euro und 1.60 Euro Stundenlohn gezahlt. Die beiden betroffenen Arbeitnehmer haben diesen Minilohn über Hartz 4 aufbessern müssen. Das Job-Center Oberspreewald-Lausitz  hat den Anwalt verklagt und verloren. Die Frage welche bleibt: Gier, sittenwidrig, Lohndumping?

Moralischer Verfall der Arbeitgeber

Das man vor derartigen „Löhnen“ mit Entsetzen den Kopf schüttelt und die Rechtsprechung in Frage stellt wundert wohl die wenigsten Leser. Jetzt spricht der verklagte Anwalt

Auf der anderen Seite werden gerade von den Job-Centern 1 Euro-Kräfte gerne vermittelt. Ein Beispiel: In Pflegeeinrichtungen werden sie gerne genommen. Und das nicht nur 1 mal sondern gerne laufend und gerne auch die selben Personen.

Was also ist jetzt der Unterschied?

Der (möglicherweise zu erwartende) Mindestlohn von 8,50 Euro hat gezeigt wie viele Ausnahmen vorgesehen sind. Damit werden die 1 Euro-Jobs also weiter erhalten bleiben. Da bei den Hartz IV Aufstockern keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden bleibt der Teufelskreis von „nicht von der Arbeit leben können“ zu im Alter Rente vom Sozialamt zu beziehen weiter bestehen. Aber, und das ist auch Tatsache, 8,50 Euro reichen auch nicht für eine auskömmliche Rente aus.

Gegenwart gekauft auf Kosten der Zukunft

Die Agenda 2010 mag uns Deutsche über die Welt-Finanz- und Weltwirtschaftskrise geholfen haben und Deutschland scheint auch daraus zu profitieren, aber was ist der Preis dafür? Die Lohnarmut von Heute wird in die Altersarmut von morgen verschoben.

Möglicherweise ist aber die Schraube von „Höher, schneller, weiter, auch für Deutschland, im Wirtschaftswachstum, mal zu ende gedreht. Auch die Niedrigzinsen welche die Deutschen Sparer immer ärmer machen ist nicht in Beton gegossen. Was wenn das Wirtschaftswachstum abflaut und die Zinsen wieder steigen? Der Finanzminister wird sich die Haare raufen.

Ein Wirtschaftswunder auf Pump

Werder die Finanzkrise noch die EU-Krise sind ausgestanden. Schäuble will 2015 eine schwarze Null und keine neuen Schulden machen. Dagegen stehen die Wahlversprechen der Rente mit 63 Jahren, die Mütterrente, die Kürzungen der Bundesmittel für die Gesetzliche Krankenkassen, welche mehr Geld ausgeben als sie einnehmen (Gesundheitsreform2014), und so weiter. Die schwarze Null darf mit Fug und Recht als angezweifelt werden. 2015 werden wir mit Sicherheit im Nachtragshaushalt alternativlos eine „plausible“ Erklärung erhalten warum die neuen Schulden doch sein müssen.

Bezahlen darf der Steuerzahler und der Angestellte

Der Steuerzahler für die Staatsausgaben und die Angestellten für die Sozialkassen und die Alternativlosen Kürzungen in der Rente, der Krankenversicherung nebst den Beitragerhöhungen für Pflege und den Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenkasse. „Wetten das es genauso kommt“.