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Riesterfaktor, Rente mit 63, Mütter-Rente, wer bezahlt die Zeche

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Vorsorge

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Die Renten steigen nur noch halb so viel wie die Löhne

Jedenfalls ist das seit 2001 und der Einführung der Riester-Rente so. Das berichtet die Deutsche Rentenversicherung mit aktuellen Daten. Der Riester-Faktor greift also die Rentenerhöhungen der jetzigen Rentner massiv an.

Riester für wen?

Ursprünglich sollte mit der Riester-Rente das sinkende Rentenniveau ausgeglichen werden. Abgesehen von den vielen Tarifen und gekündigten Lebensversicherungen, um Riester zu platzieren, also neu abzuschließen, um erneute Provisionen zu erhalten, ist die Riesterrente bis heute heiß umstritten.

* Die Rentenanpassungsformel (Rentenformel) mit dem Riesterfaktor können Sie hier nachlesen.

Was aber viel wichtiger und ärgerlicher ist, ist die Tatsache das die Riester-Rente nicht die Bevölkerungsschicht erreicht für welche sie mal gedacht war, nämlich die Geringverdiener. Den genau diese Bevölkerungsgruppe kann sich riestern gar nicht leisten.

Also sind es die Besserverdienenden, welche eh schon eine recht vernünftige Rente erhalten, die Riesterverträge und Wohn-Riester abschließen. Gesponsert vom Steuerzahler (staatliche Riester-Förderung) und den jetzigen Rentnern, welche geringere Rentenerhöhungen in kauf nehmen müssen.

Gesetzliches Rentenniveau sinkt zukünftig auf ca. 43 bis 41 Prozent

Die Lücke zwischen dem letzen Nettoeinkommen und späterer Rente vor Steuern und Sozialabgaben wird also immer größer. Private Vorsorge tut Not? Ja aber... Das die „Reichtumsverteilung in Deutschland, im Vergleich zum Rest Europas, sehr unterschiedlich ausfällt ist erneut belegt worden.

Mit Schuld an dieser Ungerechtigkeit ist u.a. wohl auch das Hartz IV (4) Gesetz. So bleiben für die Rentner welche, wenn überhaupt privat vorgesorgt wurde, dann aber in die Renten-Grundsicherung fallen, auch von der Privaten Altersvorsorge, auch von Riester, nicht übrig weil aufgerechnet wird. Also gespart fürs Sozialamt.

Rente mit 63 und Mütter-Rente

Auch diese neuerlichen „Wohltaten“ sollen aus der Rentenversicherung finanziert werden. Was für die Rente mit 63 noch relativ logisch erscheint, ist bei der Mütter-Rente mal völlig verquer. Logischer wäre es die Mütterrente aus Steuermitteln zu finanzieren.

Spinnt man den Faden der Mütter-Rente mal aus,so werden diese Kinder heute über die Rentenversicherung alimentiert um später, wenn diese Kinder nicht in die Rentenversicherung einzahlen, eine sehr einseitige Nutznießung genossen haben.

„Büßen“ müssen es die jetzigen Rentner und die zukünftigen Rentner. Selbständige und Beamte bleiben speziell bei der Mütterrente also außen vor.

Da rede mal einer von Renten- und Generationen-Gerechtigkeit. Mir jedenfalls erschließt sich diese Rentenpolitiklogik nicht wirklich.