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Seit 2008, GKV schreibt wieder Verluste

Geschrieben von Doris Dübbert am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

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Neue Finanzstruktur und wenig Nachhaltigkeit in der GKV

Die Gesundheitspolitik erhält eine neue Finanzstruktur und soll die Qualität in der Gesetzlichen Krankenkassen sichern. So jedenfalls besagt es die im Juni 2014 verabschiedete Gesundheitsreform. Kaum ist das Papier trocken, verkünden die Krankenkassen ein Minus von mehreren Millionen Euro.

Eingefrorene Arbeitgeberbeiträge, Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer und Rentner der GKV

Von einer paritätischen Finanzierung ist wenig übrig geblieben. So wurden die Arbeitgeberanteil für die GKV-Beiträge auf 7,2% eingefroren. Alles was darüber hinaus finanziert werden muss (Zusatzbeiträge) - trifft also die Arbeitnehmer und Rentner.

Siehe auch: Bedeutung des Gesundheitswesens

GKV-Beitragssenkung 2015

Der Kassenbeitrag wird von 15,5 auf 14,6 Prozent gesenkt. Zieht man nun den Arbeitgeberanteil von 7,2 Prozent ab, so bleiben dem Arbeitnehmer und Rentnern ein Beitrag von 7,4 Prozent. Reichen die Geldmittel, welche aus dem Gesundheitsfonds den Gesetzlichen Kassen zugewiesen werden nicht aus, so kann die Kasse Einkommens-abhängige Zusatzbeiträge erheben.

Nachhaltigkeit in der GKV-Finanzierung?

Wissen muss man auch, das die Belastungsgrenze der 2 Prozent-Grenze für die Zusatzbeiträge (vom Brutto) gestrichen wurden. Das würde bedeuten, dass die Kassen zwar so lange als möglich versuchen werden, KEINE Zusatzbeiträge zu erheben – aber dann x-beliebig diese Zusatzbeiträge erheben können. Notfalls per Gesetz verordnet. Was von der viel gepriesenen Nachhaltigkeit der Gesundehitsreform übrigbleibt ist dem geneigten Leser überlassen zu beurteilen.

Wechsel der Gesetzlichen Krankenkasse möglich

Jeder kann seine jetzige Krankenkasse kündigen (ohne Gesundheitsfragen) und sich eine neue Kasse suchen. Bei der Erhebung von Zusatzbeiträgen besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht. Aber, wir lange wird es dauern bis die „neue“ Kasse auch  Zusatzbeiträge erhebt? Zum Schluss wären flächendeckende Zusatzbeiträge in allen gesetzlichen Krankenkassen der „Normalzustand“.

2012 erstmals 300 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben überschritten

Sparen zu Lasten der Versicherten und Patienten, so könnte das Ziel der Gesetzlichen Krankenkassen lauten. Der Grund wäre nicht der Wettbewerb untereinander, sondern die Angst vor Kündigungen der Versicherten. Aber auch für schlechten Service und schlechte Leistungen steht dem Versicherten die Kündigung als „Druckmittel“ zur Verfügung.

Leistungskürzungen per Gesundheitsminister?

Auch das wäre eine Möglichkeit und ist sicherlich im Bereich von Utopie anzusiedeln. Zähne, Brillen, Vorsorgeuntersuchungen, etc., sind schon so mancher Gesundheitsreform zum Opfer gefallen. Im Klartext: immer höhere GKV-Beiträge und immer schlechtere Leistungen könnten die Zukunftsvisionen der Gesetzlichen Krankenkasse sein. Schon heute sind Kassenleistungen „Kann-Leistungen“, wenn es ums Sparen geht.

Viele werden sich fragen; dann lieber in die PKV?

Auch hier ist nicht alles Gold was da so zu glänzen scheint. „Billiger als die GKV" ist das schlechteste Argument zum Wechsel von der Gesetzlichen Krankenkasse in die Private Krankenversicherung. Wer hier nur den KV-Beitrag im Auge hat und auf die Tarifinhalte, also das was wirklich geleistet wird spekuliert, der hat von vornherein falsch gerechnet.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu einem PKV-Wechsel und zu den Fragen der biometrischen Risiken.